Alpen: Nach Lawinenabgang soll Hotel in Südtirol evakuiert werden

Rettungseinsatz : Lawinengefahr in den Alpen - Hotel in Italien evakuiert

Heftiger Schneefall und eine erhöhte Lawinengefahr haben in den Alpen zu Straßensperrungen und Rettungseinsätzen geführt. Nach einer nächtlichen Lawine wurde ein Viersternehotel in den norditalienischen Alpen evakuiert.

Neben Einheimischen seien 65 Gäste und zehn Angestellte am Dienstag per Hubschrauber in Sicherheit gebracht worden, sagte eine Managerin des Hotels Langtauferer Hof. Straßen in den Vinschgau seien blockiert, es sei aber alles in Ordnung, Schäden am Hotel gebe es nicht.

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa war in der Nacht zu Dienstag eine Lawine abgegangen. Für den Nordwesten der Provinz war aufgrund der großen Schneemengen die höchste Lawinenwarnstufe 5 verhängt worden. "Es sind zahlreiche große Lawinen aus Windschattenhängen zu erwarten", hieß es im Lawinenlagebericht. Im Laufe des Tages soll die "spontane Lawinenaktivität" zurückgehen und damit auch die Lawinengefahr sinken.

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete weiter, dass am Montag rund 10.000 Touristen in einer nahegelegenen Stadt von der Außenwelt abgeschnitten gewesen seien. Das Problem beschränkte sich nicht nur auf die italienische Alpenregion: In der Schweiz wurde eine Autobahn in Richtung Gotthard-Tunnel vorübergehend gesperrt, nachdem eine Lawine über einen Teilabschnitt gerauscht war, wie das SRF berichtete. Die Skiorte Zermatt, Andermatt und Saas-Fee waren ebenfalls wegen der Lawinengefahr abgeschnitten. Der heftige Schneefall behinderte zudem die Ankunft der Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Wie im Vinschgau wurde auch im französischen Chamonix am Fuße des Mont Blanc die höchste Lawinengefahrstufe ausgerufen. Nach Angaben der Regionalverwaltung und der Webseite der Stadt wurde der Bahn- und Autotunnel unter dem Col des Montets ebenso gesperrt wie andere große Straßen.

(wer)