Museum verurteilte den Angriff Aktivistinnen besprühen bekanntes Aktgemälde in Frankreich mit Farbe

Metz · In Metz ist das Gemälde „Der Ursprung der Welt“ des Künstlers Gustave Courbet mit Farbe besprüht worden. Die Aktivistinnen sprechen von einer Performance, das Museum und die Stadt von Vandalismus.

In Metz ist das Gemälde „Der Ursprung der Welt“ des Künstlers Gustave Courbet mit Farbe besprüht worden. (Archiv)

In Metz ist das Gemälde „Der Ursprung der Welt“ des Künstlers Gustave Courbet mit Farbe besprüht worden. (Archiv)

Foto: AFP/JEAN-CHRISTOPHE VERHAEGEN

Aktivistinnen haben im Museum Centre Pompidou im französischen Metz das bekannte Aktgemälde „Der Ursprung der Welt“ des Künstlers Gustave Courbet und weitere Bilder mit Farbe besprüht. Die Künstlerin und Aktivistin Deborah de Robertis bezeichnete sich am Dienstag in den sozialen Medien als Organisatorin der von ihr als Performance benannten Aktion am Vortag in dem Museum in Lothringen.

Ein Video zeigt, wie eine Aktivistin auf eine Glasscheibe, die das Aktgemälde schützt, mit roter Farbe die Worte „MeToo“ sprüht - ein Verweis auf die „MeToo“-Bewegung gegen sexuelle Belästigung und Gewalt. Nach Angaben des Museums wurden Ermittlungen eingeleitet.

Das Museum verurteilte den Angriff auf die Kunstwerke und sprach von Vandalismus, die betroffenen Werke würden derzeit untersucht. „Bei allem Respekt, den wir feministischen Bewegungen entgegenbringen, sind wir schockiert von der Vandalismus-Attacke auf die Kunstwerke, vor allem von feministischen Künstlerinnen, die im Herzen der Auseinandersetzung der Kunstgeschichte stehen“, sagte Museumsdirektorin Chiara Parisi. Betroffen von der Farbattacke waren auch Werke der franko-amerikanischen Künstlerin Louise Bourgeois, der deutschen Künstlerin Rosemarie Trockel und der österreichischen Künstlerin Valie Export.

Frankreichs Kulturministerin Rachida Dati sagte nach der Aktion, Kunstwerke seien keine Transparente, auf die man den Slogan des Tages sprühe, sondern sie hätten von sich aus die Kraft, eine Botschaft zu transportieren. Weniger diplomatisch äußerte sich der Bürgermeister von Metz, François Grosdidier, der von einem „Attentat auf die Kultur“ sprach, das von „fanatischen Feministinnen“ verübt worden sei.

(csan/dpa)
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