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Airbnb geht nach Schüssen auf Feier zu Halloween gegen „Partyhäuser“ vor

Nach Schüssen bei Halloween-Feier : Airbnb geht gegen „Partyhäuser“ vor

Nach tödlichen Schüssen auf einer über Airbnb angemieteten Wohnung in Kalifornien will das Buchungsportal gegen „Partyhäuser“ vorgehen. Bei der Feier kamen fünf Menschen ums Leben. Etliche weitere wurden verletzt.

Das Unternehmen werde sich verstärkt bemühen, „unerlaubte Feiern“ zu verhindern und „gewalttätiges Verhalten von Gastgebern und Gästen“ auszumerzen, schrieb Airbnb-Mitbegründer und Chef Brian Chesky am Samstag in einer Serie von Tweets. Dazu werde sein Unternehmen unter anderem ein Einsatzteam schaffen, das sich eigens mit Hauspartys befassen solle. Gäste, die sich nicht an die Regeln hielten, würden rausgeworfen, schrieb Chesky weiter.

Bei einer Halloween-Feier in einem wohlhabenden Viertel der Stadt Orinda kamen nach Polizeiangaben durch Schüsse fünf Menschen ums Leben. Etliche wurden verletzt.

Nach Angaben der Polizei und einer Person, die von der Sache wusste, hatte eine Frau über Airbnb eine Wohnung in dem Viertel gemietet, angeblich weil sie ihre Familie vor den Waldbränden in Kalifornien in Sicherheit bringen wollte. Letztlich versammelten sich im Apartment aber mehr als 100 Menschen zu einer Feier, die offenbar im Internet beworben worden war.

„Was am Donnerstagabend in Orinda passiert ist, war furchtbar“, twitterte Chesky. „Ich leide mit den Familien und Nachbarn, die von dieser Tragödie betroffen sind.

Schon seit langem sind Hauspartys ein Problem für Airbnb. 2018 verhängte das Unternehmen ein dauerhaftes Buchungsverbot gegen einen Mann, der mehr als 250 Menschen für eine unerlaubte Neujahrsfete in eine gemietete Wohnung in Seven Hills im Staat Ohio gepfercht hatte. Sein Gastgeber versteckte sich unterdessen im Schlafzimmer. Und im Juli wurden zwei Menschen während einer Party in einer über Airbnb gemieteten Wohnung in Pittsburgh getötet.

(zim/dpa)