AirAsia: Flugzeugwrack liegt in 25 bis 30 Metern Tiefe

AirAsia-Flug QZ8501 : Flugzeugwrack liegt in 25 bis 30 Metern Tiefe

Schon am Dienstag wurde die Absturzstelle des Air-Asia-Flugzeugs in der Javasee vor Indonesien entdeckt. Trotzdem konnten erst 30 der 162 Menschen an Bord tot geborgen werden. Das Wetter macht den Einsatzkräften immer wieder zu schaffen.

Fünf Tage nach dem Absturz des Air-Asia-Fluges QZ8501 vor Indonesien haben die Einsatzkräfte am Freitag mit weiteren Schiffen und Spezialgeräten nach dem Rumpf und dem Flugschreiber des Flugzeugs gesucht. In diesem werden etliche Leichen der vermissten Opfer vermutet, wie Einsatzleiter Henry Bambang Soelistyo sagte. Die Suche werde so lange fortgesetzt, wie es das Wetter zulasse.

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"Wir werden uns auf die Unterwasseraufklärung fokussieren", sagte Soelistyo am Freitag. Bereits vor Sonnenaufgang seien Schiffe aus Indonesien, Malaysia, Singapur und den USA ausgeschwärmt, um vor der Insel Borneo das Wrack und die alles entscheidenden Flugschreiber zu lokalisieren. Diese sollen Aufschluss darüber geben, warum der Airbus A320 am Sonntag mit 162 Menschen an Bord in die Javasee gestürzt war.

Bis Freitag wurden 30 Leichen geborgen, eine identifizierte Tote wurde trauernden Angehörigen übergeben und bestattet. 132 Menschen galten weiterhin als vermisst.

Neun Flugzeuge, viele von ihnen mit Metalldetektoren ausgestattet, durchkämmten am Freitag ein 13 500 Quadratkilometer großes Gebiet rund um die Stadt Pangkalan Bun auf Borneo. Zwei japanische Schiffe mit drei Hubschraubern seien auf dem Weg in die Region, sagte Soelistyo.

Sorgen machte sich der Einsatzleiter wegen des schlechten Wetters, das die Suchteams in den vergangenen Tagen immer wieder zurückgeworfen hatte. Bis zum Sonntag sind Regen, starke Winde und bis zu vier Meter hohe Wellen vorhergesagt. Durch die stürmische See wurden Wrackteile immer wieder weggespült.

Soelistyo schätzte, dass der Flugzeugrumpf in 25 bis 30 Metern Tiefe liege. Er versprach den Angehörigen, die Überreste "unserer Brüder und Schwestern" wiederzufinden - "egal, welchen Bedingungen wir begegnen".

Es ist weiter unklar, was die Maschine zum Absturz brachte. Die letzten Funksprüche der Piloten ließen Rückschlüsse darauf zu, dass sie wegen schlechten Wetters beunruhigt waren. Sie baten deshalb um Erlaubnis, oberhalb von bedrohlichen Wolken zu fliegen. Aufgrund von dichtem Flugverkehr wurde ihnen dieses Manöver aber nicht erlaubt. Vier Minuten später verschwand das Passagierflugzeug vom Radar.

(ap)