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Aida Diva in Israel: Raketenteile fallen auf Kreuzfahrtschiff

Vor Israels Küste : Raketenteile fallen auf Aida-Kreuzfahrtschiff

Ein Kreuzfahrtschiff des Unternehmens Aida Cruises ist in den eskalierten Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern geraten. Trümmerteile mehrerer abgefeuerter Raketen seien am Montagabend auf das Schiff Aida Diva gefallen, berichtete ein Korrespondent in den ARD-"Tagesthemen" unter Berufung auf einen Fahrgast.

Das Unternehmen teilte in Rostock mit, bei dem Vorfall sei keiner der 2700 Gäste und Crew-Mitglieder verletzt worden. Die auf dem Passagierdeck entdeckten "Kleinstpartikel" hätten keinen Schaden am Schiff angerichtet. Sie könnten nach ersten Einschätzungen von Abwehrraketen stammen.

Leuchtspur einer israelischen "Iron Dome"-Rakete am Himmel über dem Gazastreifen. Foto: afp, MR

Der Vorfall habe sich beim planmäßigen Auslaufen aus dem israelischen Hafen Aschdod, etwa 30 Kilometer nördlich des Gazastreifens, ereignet.

Das Schiff habe ohne Verzögerung den Hafen verlassen und befinde sich auf dem Weg nach Kreta. Der Zwischenfall wurde weder von der israelischen Armee noch von Vertretern der radikalislamischen Hamas bestätigt, die im Gazastreifen herrschen.

Aida Cruises lässt nach dem Zwischenfall mit der "Aida Diva" noch offen, ob es die Mittelmeerstadt weiter anlaufen wird. "Unsere Sicherheitsexperten werden die Lage nochmals genau prüfen und dann wird es eine Entscheidung geben", sagte Unternehmenssprecher Hansjörg Kunze am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Aschdod liegt 30 Kilometer nördlich des Gazastreifens. Kunze betonte, dass das Schiff selbst kein Ziel gewesen sei und niemand verletzt wurde. Er räumte aber ein, dass der Vorfall die Passagiere stark beunruhigt habe.

Israel und die Hamas beschießen sich seit Tagen gegenseitig mit Raketen und Granaten. Am Montagabend feuerte die Hamas Dutzende von Raketen auf israelische Ortschaften.

Es seien Ortschaften im Umkreis von 40 Kilometern vom Gazastreifen angegriffen worden. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten zahlreiche Raketen mit ihrem Abwehrsystem abgefangen.

Bericht ARD-"Tagesthemen"

(dpa)