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UN warnen vor Hungersnot: Afrika: 1,5 Millionen Menschen von Hochwasser betroffen

UN warnen vor Hungersnot : Afrika: 1,5 Millionen Menschen von Hochwasser betroffen

Soroti/Freiburg (RPO). Einmal quer über den afrikanischen Kontinent kämpfen die Menschen derzeit mit der schlimmsten Flutkatastrophe seit Jahrzehnten. In mindestens 17 Ländern sind über 1,5 Millionen Menschen betroffen, erklärte das Welternährungsprogramm (WFP). Die UN warnt vor einer Hungersnot.

Hunderttausende seien auf der Flucht vor dem Hochwasser. Für die Hilfe würden dringend 65 Millionen Dollar benötigt. In Deutschland riefen Hilfsorganisationen zu Spenden für die Flutopfer in Afrika auf.

Die Fluten gelten bislang als die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten in einigen Regionen und erstrecken sich nach Angaben des WFP von Mauretanien im Westen bis nach Kenia im Osten.

Besonders betroffen ist Uganda, wo das WFP bereits 526 Tonnen Nahrungsmittel verteilte. Starke Regenfälle in den eigentlichen Trockenmonaten Juli und August hätten die Ernten auch in nicht überschwemmten Gebieten beschädigt. Im Osten des Landes hätten 300.000 Bauern ihre Lebensgrundlage verloren.

"Ausbleiben normaler Niederschläge"

Der Caritas-Afrika-Experte Hannes Stegemann sagte in Freiburg: "Wir beobachten seit einigen Jahren das Ausbleiben der normalen Niederschläge und stattdessen immer heftigere Regenfälle." So komme es zu der ungewöhnlichen Situation, dass es in der Sahelzone verheerende Überschwemmungen gebe. "Wir vermuten, dass der Klimawandel auch für diese Phänomene mitverantwortlich ist."

Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Flut Afrika, Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00;

Deutsche Welthungerhilfe Kontonummer 1115 Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98 Stichwort: Flut Afrika;

Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, Stichwort: Flutkatastrophe Afrika.

(ap)