Ausflüge aus Afghanistan Maas erhält in Usbekistan Hilfszusagen für Evakuierungen

Taschkent · Außenminister Heiko Maas besuchte am Montag die usbekische Hauptstadt Taschkent um mit den Nachbarländern Afghanistans über die zukünftigen Regelungen hinsichtlich der Evakuierungen zu sprechen.

 Außenminister Heiko Maas (links) trifft Abdulasis Komilow, Außenminister von Usbekistan. Wenige Tage nach dem Ende der Bundeswehr-Luftbrücke besucht der Außenminister Länder, die eine Rolle bei den weiteren Bemühungen um die Ausreise Schutzsuchender aus Afghanistan spielen.

Außenminister Heiko Maas (links) trifft Abdulasis Komilow, Außenminister von Usbekistan. Wenige Tage nach dem Ende der Bundeswehr-Luftbrücke besucht der Außenminister Länder, die eine Rolle bei den weiteren Bemühungen um die Ausreise Schutzsuchender aus Afghanistan spielen.

Foto: dpa/Michael Fischer

Usbekistan will die Ausreise von Deutschen, Ortskräften und Schutzbedürftigen aus Afghanistan unterstützen. Usbekistan sei bereit, bei dieser Personengruppe zu helfen, sagte Außenminister Heiko Maas am Montag in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Es gehe der Bundesregierung um den Transit der Menschen, die nach Deutschland geflogen werden sollen. "Darüber hinaus haben wir keine Anfrage gestellt", sagte mit Blick auf die Debatte über die Aufnahme aller afghanischen Flüchtlinge in den Nachbarstaaten. Derzeit weist Usbekistan viele Flüchtlinge aus Afghanistan an der Grenze zurück.

Maas bezeichnete es als sehr schwierige Aufgabe, in der zweiten Evakuierungsphase nach Ende der Militärflüge Menschen über den Landweg aus Afghanistan zu holen. Zum einen brauche man Garantien der Taliban. Zum anderen müsse man vermeiden, wie in Kabul öffentliche Sammelpunkte zu benennen. Es warteten dann dort auch Zehntausende, die nicht zu der Gruppe gehörten, die Deutschland evakuieren wolle.

Die Nachbarstaaten Afghanistans wollen sich nach seinen Angaben ihre Afghanistan-Politik absprechen. "Es gibt Bemühungen, alle Nachbarstaaten an einen Tisch zu bekommen", sagte Maas vor dem Weiterflug nach Tadschikistan. Alle wichtigen Akteure, auch Russland und China, sollten dabei sein.

(lils/Reuters)
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