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Umweltverschmutzung in China: 6600 tote Schweine vergiften Fluss in Shanghai

Umweltverschmutzung in China : 6600 tote Schweine vergiften Fluss in Shanghai

Aus einem Fluss in Shanghai sind bis Mittwoch bereits mehr als 6600 Schweinekadaver gefischt worden. Die Zahl der Tierkadaver habe sich binnen zwei Tagen verdoppelt, erklärte die Stadtverwaltung. Trotz der Ekelfunde entspreche die Trinkwasserqualität in Shanghai weiter den nationalen Standards, betonten die Behörden.

In der chinesischen Wirtschaftsmetropole waren am Samstag erstmals tote Schweine im Fluss Huangpu gefunden worden. Die Tiere waren offenbar flussaufwärts von Bauern in den Fluss geworfen worden, nachdem sie an einer Seuche verendet waren.

Der Fluss liefert 22 Prozent des Trinkwassers von Shanghai. Das Trinkwasser entspreche weiterhin nationalen Hygiene-Standards, betonte die Stadtverwaltung. Einwohner bezweifelten dies am Mittwoch: "So viele tote Schweine, und die Wasserqualität ist nicht betroffen. Wen wollt ihr veräppeln? Haltet ihr die Leute für Idioten?" fragte ein Nutzer im Internet. Eine andere Nutzerin kommentierte, das Image von Shanghai sei "komplett ruiniert".

Ein Beamter in Jiaxing in der Nachbarprovinz Zhejiang räumte ein, mindestens einige der toten Tiere seien offenbar in dem für seine Schweinemastbetriebe bekannten Ort in den Fluss geworfen worden. Mehrere an den Kadavern gefundene Ohrmarken stammten von einem Züchter in dem Ort.

(AFP/felt)