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Schwerer Waldbrand wütet in Kalifornien: 30.000 Bewohner fliehen vor den Flammen

Schwerer Waldbrand wütet in Kalifornien : 30.000 Bewohner fliehen vor den Flammen

Santa Barbara/USA (RPO). Der schwere Waldbrand im kalifornischen Touristenort Santa Barbara treibt immer mehr Menschen in die Flucht. Am Freitag erhöhte sich die Zahl der Menschen, die von den Behörden zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert wurden, auf 30.000. Weitere 23.000 Menschen müssen sich bereithalten, innerhalb kürzester Zeit ihre Wohnungen zu verlassen.

Mittlerweile stehen fast 3.500 Hektar Wald und Buschland in Flammen. Die Feuerfront ist rund acht Kilometer lang. Berichte über Tote oder Schwerverletzte liegen bislang nicht vor. Wie viele Häuser ein Raub der Flammen wurden, ist nicht bekannt. Am Donnerstag war von 75 beschädigten oder zerstörten Häusern die Rede.

"Es ist verrückt. Der ganze Berg sieht aus wie ein Inferno", erklärte Maria Martinez, die schnell ihr Haus in San Marcos Pass am Rande von Santa Barbara verlassen musste. Zusammen mit ihrem Verlobten fand die 50-Jährige ein Notquartier im Evakuierungszentrum auf dem Gelände der Universität von Kalifornien in Santa Barbara.

"In der vergangenen Nacht war plötzlich die Hölle los", sagte der Feuerehrchef von Santa Barbara, Andrew DiMizio, am Freitag. Mehr als 2.300 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Sie werden von Löschflugzeugen und -hubschraubern unterstützt. Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat bereits den Notstand ausgerufen. Die Ursache des Brandes, der am Dienstag ausbrach, ist unbekannt.

Vor sechs Monaten hat ein Brand über 200 Häuser in Santa Barbara und dem benachbarten Montecito zerstört. Santa Barbara zählt über 400.000 Einwohner und liegt an der Pazifikküste. Es ist ein beliebtes Urlaubsziel. Außerdem besitzen hier viele Prominente Villen.

(AP)