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3000 Jahre alte Pharaonenstadt in Ägypten ausgegraben

Überraschender Fund : 3000 Jahre alte Pharaonenstadt in Ägypten ausgegraben

Eigentlich waren die Forscher in Ägypten auf der Suche nach dem Totentempel von König Tutanchamun. Stattdessen fanden sie eine ganze, gut erhaltene Stadt in der Nähe von Luxor.

Ägyptische Archäologen haben eine 3000 Jahre alte verschollene Stadt samt Lehmhäusern, Gegenständen und Werkzeugen aus pharaonischer Zeit freigelegt. Die Stadt in der Provinz Luxor gehe zurück auf eine sogenannte Goldene Ära des alten Ägyptens unter König Amenhotep III., erklärte der renommierte Archäologe Sahi Hawass.

Viele ausländische Expertenteams hätten zuvor nach der Stadt gesucht, sie aber nie gefunden, erklärte Hawass. Am westlichen Ufer des Nils gelegen, sei sie einst die größte Verwaltungs- und Industriesiedlung des Pharaonenreichs gewesen, fügte er hinzu.

Im vergangenen Jahr hätten Archäologen auf der Suche nach dem Totentempel von König Tutanchamun in der Gegend mit Ausgrabungen begonnen. Innerhalb weniger Wochen seien sie auf Lehmziegelformationen gestoßen, die sich schließlich als gut erhaltene große Stadt herausstellten. Stadtmauern und sogar Räume mit Gegenständen des täglichen Lebens sollen vorhanden sein. Außerdem wurden unter anderem Ringe, farbige Tonwaren sowie Spinn- und Webwerkzeuge gefunden. „Die archäologischen Schichten lagen Tausende Jahre unberührt, von den antiken Bewohnern zurückgelassen, als ob es gestern gewesen sei“, hieß es in Hawass' Presseerklärung.

Betsy Brian, Professorin für Ägyptologie an der Johns-Hopkins-Universität, sagte, die Entdeckung der verschollenen Stadt sei der wichtigste archäologische Fund seit dem Grab des Tutanchamun 1922.

(chal/dpa)