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Begräbnis eines Geistlichen: 18 Tote bei Massenpanik in Indien

Begräbnis eines Geistlichen : 18 Tote bei Massenpanik in Indien

Bei einer Massenpanik am Sterbehaus eines muslimischen Geistlichen sind in der indischen Metropole Mumbai 18 Menschen ums Leben gekommen.

Mindestens 40 weitere Menschen seien am frühen Samstagmorgen am Haus des geistlichen Führers Syedna Mohammed Burhanuddin verletzt worden, sagte Polizeisprecher Satya Pal Singh.

Zehntausende Muslime in weißen Geändern waren gekommen, um den Toten zu betrauern, der fast fünf Jahrzehnte lang das Oberhaupt der Dawoodi Bohra Muslime war. Er war am Freitag im Alter von 102 Jahren gestorben. Das indische Fernsehen zeigte, wie sich die Trauernden in den engen Gassen des Stadtviertels Malabar Hill im Süden Mumbais drängten.

Polizeisprecher Singh sagte, zu der Panik sei es gekommen, als gegen ein Uhr nachts die Tore des Hauses geschlossen worden seien. Von hinten hätten die Massen weiter gedrückt, die Menschen in der Nähe der Tore hätten keine Chance gehabt zu entkommen und seien regelrecht zerquetscht worden.

Singh räumte ein, dass die Polizei Fehler gemacht habe und angesichts der Menschenmenge mit viel zu wenig Personal vor Ort gewesen sei. "Wir hatten nicht erwartet, dass die Menschenmenge so groß sein würde", sagte er.

Syedna Mohammed Burhanuddin hatte 1965 die Leitung der muslimischen Gemeinde von seinem Vater übernommen. Er machte sich als Förderer von Erziehung und geistlichen Werten einen Namen. Er sollte noch am Samstag beigesetzt werden. Geschäfte muslimischer Inhaber blieben geschlossen.

(ap)