Sohn hatte Korantexte nicht gelernt: 17 Jahre Haft für Mutter wegen Tötung von Siebenjährigem

Sohn hatte Korantexte nicht gelernt : 17 Jahre Haft für Mutter wegen Tötung von Siebenjährigem

Die britische Justiz hat eine Mutter wegen der Tötung ihres Sohnes zu 17 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht im walisischen Cardiff kam am Montag zu dem Schluss, dass die aus Indien stammende Angeklagte ihren siebenjährigen Sohn Yaseen im Juli 2010 mit einem Stock tot geschlagen habe, weil er Texte aus dem Koran nicht auswendig gelernt hatte.

Anschließend habe sie seine Leiche in ihrem Haus in Cardiff verbrannt, um die Spuren der Tat zu verwischen. Die 33-Jährige habe das Kind über drei Monate hinweg wiederholt geschlagen, sagte der Richter Wyn Williams bei der Urteilsverkündung. Sie habe ihm dadurch "anhaltende Grausamkeiten" zugefügt, und er habe am Tag seines Todes "schwere Verletzungen" am Unterleib erlitten. Zugleich sagte der Richter, bis drei Monate vor der Tat sei die Frau in vieler Hinsicht eine "sehr gute Mutter" gewesen. Er verwies auch darauf, dass sie lange unter Depressionen gelitten habe.

Die Frau hatte im Juli 2010 die Tat gestanden, später das Geständnis aber mit der Begründung zurückgezogen, dass die Familie ihres Mannes sie dazu gezwungen habe. In dem Geständnis hatte sie gesagt, dass sie wiederholt vor Gott geschworen habe, ihren Sohn nicht mehr zu schlagen. Sie sei dann aber erneut von Stimmen des Teufels dazu verleitet worden. Im Dezember wurde ihr 38-jähriger Mann vom Vorwurf freigesprochen, den Tod des Kindes nicht verhindert zu haben.

(AFP/felt)
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