14 Festnahmen bei ausländerfeindlichen Protesten in Calais

Flüchtlingskrise: 14 Festnahmen bei ausländerfeindlichen Protesten in Calais

Bei ausländerfeindlichen Protesten im nordfranzösischen Calais hat die Polizei 14 Demonstranten festgenommen und einen Transporter beschlagnahmt.

Rund 80 Menschen hatten am Samstag zwei Brücken in der Stadt versperrt, wie ein Sprecher der örtlichen Präfektur mitteilte. Organisiert wurde die Aktion von der rechtsgerichteten Gruppe Generation Identitaire, die ein "Europa für Europäer" fordert. Nach Angaben der Gruppe sollen sich 130 Menschen an den Protesten beteiligt haben.

"Dschungel von Calais" erst kürzlich geräumt

Die am Ärmelkanal gelegene Hafenstadt Calais ist seit Jahren eine Durchgangsstation für Menschen, die illegal nach Großbritannien gelangen wollen. Erst kürzlich räumten die Behörden einen Teil des als "Dschungel von Calais" bekannten Barackenlagers, in dem mehrere Tausend Migranten lebten.

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In den vergangenen Wochen haben die Behörden in Nordfrankreich immer wieder vor möglichen Anschlägen auf Asylbewerber gewarnt. Das Aufbrechen der Proteste am Samstag demonstriere die Entschlossenheit des Staates, die "Flüchtlingskrise nicht von extremistischen Bewegungen instrumentalisieren zu lassen", so der Sprecher.

(lukra/dpa)