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Schiffsunglück im Mittelmeer: 13 Deutsche werden noch vermisst

Schiffsunglück im Mittelmeer : 13 Deutsche werden noch vermisst

Die Havarie des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia hat nach aktuellen Angaben elf Todesopfer gefordert. Die Zahl könnte sich aber noch deutlich erhöhen, denn fünf Tage nach dem Unglück vor der toskanischen Küste geht das italienische Innenministerium momentan von 28 vermissten Menschen aus. Darunter sollen sich 13 Deutsche befinden.

Betroffen sind neun Frauen und vier Männer, wie sich aus einer am Mittwoch von der Behörde veröffentlichten Liste ergibt. Das Auswärtige Amt in Berlin spricht bislang von zwölf vermissten Personen aus Deutschland.

Nach Angaben des italienischen Innenministeriums fehlt von insgesamt 28 Personen jede Spur. Neben den 13 Deutschen werden demnach vier Franzosen, sechs Italiener, zwei Amerikaner sowie jeweils eine Person aus Ungarn, Peru und Indien vermisst.

Suche abgebrochen

Die Behörden haben die Suche nach weiteren Vermissten des Kreuzfahrtunglücks vor der italienischen Küste erneut unterbrochen. Messungen zufolge habe sich das havarierte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" bewegt, erklärte ein Feuerwehrsprecher am Mittwochmorgen. Es müsse geprüft werden, ob das Schiff weiter Halt habe und die Sucharbeiten fortgesetzt werden könnten. Derzeit sei es zu gefährlich, sich dem Wrack "auch nur zu nähern".

Laut Feuerwehrsprecher Luca Cari wurde die Suche gegen acht Uhr morgens vorläufig eingestellt. Zuvor hatten Rettungskräfte die ganze Nacht hindurch in dem Wrack nach möglichen weiteren Überlebenden oder Todesopfern gesucht. Die Durchsuchung des noch über der Wasseroberfläche liegenden Schiffsteils sei praktisch abgeschlossen, sagte Cari.

(APD)