106 Jahre: FBI-Agent und Olympia-Star Walter Walsh gestorben

Im Alter von 106 Jahren: FBI-Agent und Olympia-Star Walter Walsh gestorben

Als FBI-Agent jagte er jahrelang Kriminelle - und ging später als ältester Olympia-Starter der Welt in die Geschichte ein: Nun ist Walter Walsh im Alter von 106 Jahren gestorben. Nach einer leichten Herzattacke vor einigen Wochen habe sich sein Zustand verschlechtert, sagte sein Sohn Gerald am Freitag.

Demnach starb sein Vater bereits am Dienstag in seinem Haus in Arlington im US-Staat Virginia.

Im Mai 1907 wurde Walsh in New Jersey geboren. Seine FBI-Karriere startete er 1934, kurz darauf fahndete er im ganzen Land nach Mitgliedern krimineller Banden. Im Jahr 1935 half er bei der Festnahme des berüchtigten Gangsters Arthur "Doc" Barker in Chicago.

Bei einem Einsatz als verdeckter Ermittler in Maine erlitt er zwei Jahre später schwere Schusswunden an Brust und Hand, erholte sich aber wieder.

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1938 schloss sich Walsh der Marineinfanterie an, trat 1942 in den aktiven Dienst ein und trainierte Scharfschützen in North Carolina. Sechs Jahre später nahm er in den Olympischen Spielen in London im Wettbewerb Freie Pistole 50 Meter der Männer teil.

Eine Medaille sprang dabei nicht für Walsh heraus, doch sollte er einen anderen Rekord brechen: 2013 wurde er im Alter von 105 Jahren und 321 Tagen zum ältesten lebenden früheren Olympia-Starter erklärt. Den Rekord hatte zuvor der aus Deutschland stammende US-Turner Rudolph Schrader gehalten.

Zudem war Walsh der älteste pensionierte FBI-Agent. Er hinterlässt zwei Söhne und drei Töchter. Walsh wäre am kommenden Sonntag 107 Jahre alt geworden.

(ap)
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