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100.000 Anwohner verlassen Häuser wegen Waldbränden in Kalifornien.

Kalifornien : 100.000 Anwohner verlassen Häuser wegen Waldbränden

Mehr als 100.000 Menschen mussten ihre Häuser wegen sich schnell ausbreitender Wahldbrände in Südkalifornien verlassen. Zwei Feuerwehleute wurdem beim Kampf gegen die Flammen schwer verletzt.

Sich schnell ausbreitende Waldbrände haben mehr als 100.000 Menschen in Südkalifornien gezwungen, ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen. Für Hunderttausende Haushalte im gesamten US-Staat wurde am Montag die Stromversorgung gekappt, um Funkenbildung vorzubeugen. Ein Brand in Orange County südlich von Los Angeles breitete sich auf einer Fläche von 29 Quadratkilometern aus. In der Gegend um die Stadt Yorba Linda wütete ein deutlich kleineres Feuer. Zwei Feuerwehrleute wurden im Kampf gegen die Flammen schwer verletzt.

Der Stromversorger Southern California Edison teilte mit, er untersuche, ob das eigene Equipment den Brand verursacht habe. In einem Bericht an die Versorgungskommission hieß es, es habe den Anschein, dass ein „peitschender Draht“, der eine Telekommunikationsleitung mit einem Kabel verbunden habe, an eine darüberliegende 12.000-Volt-Leitung gekommen sei. Eine Ermittlung dazu laufe.

Ein Mann verlässt sein Haus, während Rauch aus dem Silverado-Feuer die Luft erfüllt. Foto: dpa/Jae C. Hong

Feuerwehrleute hatten keine Kontrolle über den großen Brand und starke Winde drohten, weitere Feuer zu entfachen. Helikopter, die Wasser und Brandschutzmittel abwerfen sollten, konnten am Montagnachmittag wegen des Windes nicht starten.

Die verletzten Feuerwehrleute, 26 und 31 Jahre alt, hatten nach Angaben der Brandbehörde Verbrennungen zweiten und dritten Grades an großen Teilen ihres Körpers und wurden im Krankenhaus beatmet. Was genau geschehen war, teilten die Behörden zunächst nicht mit.

(ahar/dpa)