Berlin/München: Andrea Sawatzki schreibt ihren ersten Roman

Berlin/München: Andrea Sawatzki schreibt ihren ersten Roman

Als "Tatort"-Kommissarin Charlotte Sänger bekam sie den Grimme-Preis, als beste Schauspielerin in der RTL-Serie "Arme Millionäre" den Deutschen Comedypreis. Nun wagt sich die Schauspielerin Andrea Sawatzki, die auch als Sängerin auftritt, an ein neues Metier: das Romanschreiben. Im Münchner Piper Verlag soll Anfang März ihr Buch "Ein allzu braves Mädchen" erscheinen, wie der Verlag in seinem Frühjahrskatalog ankündigt. Die 49-Jährige erzählt darin von einem massakrierten alten Mann und einer verstörten jungen Frau. Die hockt in einem schillernden grünen Paillettenkleid frierend unter den Zweigen einer Tanne und sie kann sich nicht erinnern, wie sie an diesen Ort gelangt ist. Nach ihrer Einweisung in die Psychiatrie öffnet sie sich nur ganz allmählich ihrer Therapeutin. Was sie erzählt, ist laut Verlagsankündigung "bewegend, tragisch und schockierend zugleich".

Sawatzki hat ihre Karriere am Theater begonnen. Nach dem Studium an der Neuen Münchner Schauspielschule und einem Praktikum an den Münchner Kammerspielen spielte sie von 1988 bis 1992 an Theatern in Stuttgart, Wilhelmshaven und München. 1988 übernahm sie unter der Regie von Dieter Dorn ihre erste Filmrolle in "Faust – Vom Himmel durch die Welt zur Hölle". 1997 wurde sie einem breiten Publikum bekannt durch den Kinofilm "Die Apothekerin", in dem sie die psychisch kranke Figur Alma Siebert spielt. Das Fernsehen brachte ihr den endgültigen Durchbruch mit der Rolle als Tatort-Hauptkommissarin Charlotte Sänger, für die sie von 2001 bis 2009 vor der Kamera stand.

Sawatzki lebt seit 1997 mit Schauspielkollege Christian Berkel zusammen, sie heirateten 2011. Das Paar hat zwei gemeinsame Söhne.

(dpa)
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