Ermittlungen stehen kurz vor dem Abschluss: Akte im "Fall Joseph" schließt sich

Ermittlungen stehen kurz vor dem Abschluss: Akte im "Fall Joseph" schließt sich

Dresden/Sebnitz (rpo). Der "Fall Joseph" im sächsischen Sebnitz könnte schon bald der Vergangenheit angehören - zumindest was die Ermittlungen betrifft. Sie sollen voraussichtlich noch im Juni abgeschlossen werden.

Das gab Staatsanwalt Claus Bogner am Freitag auf Anfrage bekannt. Der überwiegende Teil der Ermittlungsarbeit sei beendet. Jetzt müssten noch restliche Akten gesichtet und geordnet werden. Der sechsjährige Joseph war im Juni 1997 im Sebnitzer Schwimmbad unter nicht restlos geklärten Umständen ums Leben gekommen. Die Mutter und der aus dem Irak stammende Vater glaubten der Version vom Badeunfall nicht. Sie stellten den Tod ihres Sohnes als Tat Rechtsradikaler dar. Das sorgte im In- und Ausland für negative Schlagzeilen über die Stadt Sebnitz. Nach einem Gutachten starb der kleine Joseph aber an Herzversagen. Auch gegen Josephs Mutter wurde ermittelt, weil sie Zeugen zur Falschaussage angestiftet haben soll.

(RPO Archiv)
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