Vorsicht, Fettnäpfchen! Wenn Staatsgäste und Royals gegen die Etikette verstoßen

Düsseldorf · Gutes Benehmen geht mit Regeln einher. Besonders bei Royals. Das fängt bei der Wahl der Kleidung an und geht bis zur Anrede. Wer die höfische Etikette nicht beachtet, macht Schlagzeilen, wer sie zu sehr beachtet, erntet auch Kritik, wie Österreichs First Lady feststellen musste.

Protokollverstöße und schlechtes Benehmen rund um die Royals
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Wenn die Etikette versagt - skurrile Situationen rund um die Royals

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Foto: dpa/Danny Lawson

Die Royals sind unnahbar. Das liegt an der Etikette, die Berührungen von königlichen Hoheiten für nicht angemessen halten. Distanz wahren, Abstand halten. Wer diese Regel nicht beachtet, ist entweder allzu menschlich oder ein Rüpel. In jedem Fall aber machen die Regelbrecher Schlagzeilen. Zuletzt Prinz William, der die frischgebackenen Fußball-Europameisterinnen bei der Siegerehrung am 31. Juli 2022 umarmte. Überschwänglich war der Moment, seine Missachtung der Etikette machte in nahbar. Ein Royal zum Anfassen. Das Volk ist gerührt und feierte ihn.

Es war wohl auch nur allzu menschlich und als warme Geste zu deuten, als Michelle Obama die Benimmregeln 2009 vergaß. Sie war zusammen mit ihrem Mann, dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama, zum Staatsbesuch in Großbritannien und das Paar wurde von Queen Elizabeth empfangen. Die First Lady legte herzlich ihren Arm auf die Schulter der Monarchin. Ein Fauxpas, an den noch Jahrzehnte später in den Medien immer wieder erinnert wird. Die Queen selber ging damit souverän um, und legte gleichermaßen ihren Arm um die Hüfte der Präsidentengattin. Ein ungewöhnliches Bild vertrauter Nähe, dass Seltenheitswert hat

Es macht einen großen Unterschied, wer die Regeln bricht. Distanzlos und unhöflich, ja fast schon rüpelhaft wirkte der ehemalige US-Präsident Donald Trump bei seinem Staatsbesuch in Großbritannien im Jahre 2018. Manche royale Regeln sind nicht mehr als höfliches Benehmen, die für ein respektvolles Miteinander durchaus förderlich sind und auch unter weniger königlichen Zeitgenossen durchaus Sinn machen. Trump scheint diese Regeln anscheinend nicht zu kennen. Bei seinem Staatsbesuch in Großbritannien kommen er und seine Ehefrau Melania Trump zu spät und lassen ihre Gastgeberin gute zehn Minuten warten, Verbeugung und Hofknicks machen sie nicht bei der Begrüßung der Monarchin und beim Abschreiten der Ehrengarde stolziert Trump immer wieder mal vor der betagten Dame. Da dringt seine Respektlosigkeit durch, die er auch schon gegenüber Angela Merkel zur Schau stellte.

Wer die Verhaltensregeln beherrscht ist fein raus, was negative Schlagzeilen betrifft. Die First Lady von Österreich, Doris Schmidauer, dürfte sich vielleicht gewundert haben, als sie nach dem Staatsbesuch des spanischen Königspaares Letizia und Felipe feststellen musste, dass dem nicht so ist. Sie machte eine tiefe Verbeugung vor den königlichen Hoheiten. Zu tief empfanden manche ihrer Landsleute das und das ganze Land diskutierte darüber, ob das Protokoll diese Verbeugung vorschrieb oder ob dies noch zeitgemäß sei.

Mit welchen kleinen oder größeren Fauxpas Staatsgäste oder Mitglieder der königlichen Familie von sich reden machten, haben wir in einer Bildergalerie zusammengetragen.

(dw)
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