Skrupellosen Kampagne: Meghan Markle verklagt "Mail on Sunday"

„Skrupellose Kampagne“ : Herzogin Meghan verklagt die „Mail on Sunday“

Harry und Meghan wollen die aus ihrer Sicht manipulierende Berichterstattung über die Herzogin in der Boulevardpresse nicht länger hinnehmen und wehren sich gerichtlich. Harry erinnert in einem Statement an seine Mutter.

Herzogin Meghan hat eine britische Boulevardzeitung wegen der Veröffentlichung eines persönlichen Briefes verklagt. Die „Mail on Sunday“ habe laut Klage mit der „aufdringlichen“ Veröffentlichung gegen Urheberrechte und das Datenschutzgesetz verstoßen sowie private Informationen missbraucht, sagte eine Sprecherin der mit der Sache vertrauten Anwaltskanzlei der britischen Presseagentur PA.

Auch Meghans Ehemann Prinz Harry beschuldigte die „Mail on Sunday“, Teile des Briefs ausgeschnitten und „auf absichtlich destruktive Weise“ Leser „manipuliert“ zu haben. Auf der Website des Paares schrieb Harry, es handele sich um die jüngste Aktion einer „skrupellosen Kampagne“ der Boulevardpresse, Meghan schlecht darzustellen.

Die Klage sei seit mehreren Monaten vorbereitet worden und folge auf die Kampagne eines „Presse-Packs, dass sie beinahe täglich verunglimpft“ habe, schrieb Harry in der langen Erklärung. „Ich bin zu lange stummer Zeuge ihres privaten Leidens gewesen. Zurückzustehen und nichts zu tun, wäre das Gegenteilige dessen, woran wir glauben“, schrieb der Prinz auf der Website des Paares.

Ein Sprecher der „Mail on Sunday“ teilte der britischen PA mit, das Blatt stehe zu der veröffentlichten Geschichte. „Insbesondere bestreiten wir kategorisch, dass der Brief der Herzogin redaktionell so bearbeitet wurde, dass die Bedeutung verändert wurde“, so der Sprecher.

Es ist nicht das erste Mal, dass Harry gegen britischer Medien austeilt. Er stauchte einen aggressiven Paparazzo zusammen, der jede Bewegung Meghans verfolgte, bevor die beiden verheiratet waren. Auch verurteilte er die offensive Thematisierung von Meghans ethnischer Zugehörigkeit in einigen Medien scharf.

In der Erklärung vom Dienstag erwähnte er seine verstorbene Mutter Diana, die im August 1997 bei einem Autounfall ums Leben kam, während sie von Paparazzi verfolgt wurde. Seine größte Angst sei, dass die Geschichte sich wiederhole. „Ich habe gesehen, was passiert, wenn jemand, den ich liebe, bis zu dem Punkt kommerzialisiert wird, an dem diejenige nicht länger als echte Person behandelt wird.“

Harry und Meghan zahlen die Klage laut PA privat und kündigten an, eventuellen Schadenersatz an Organisationen zu spenden, die sich gegen Schikane engagieren.

(zim/dpa)
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