Nachwuchs für Harry und Meghan: Briten wetten auf Arthur oder Alexander

Nachwuchs für Harry und Meghan : Baby Sussex macht die Briten happy

Meghans und Harrys Erstgeborener bestimmt die Schlagzeilen. Beim Namen setzen viele auf Alexander und Arthur. Und wie immer macht ein Diana-Gerücht die Runde.

Die Briten konnten sich gar nicht mehr einkriegen. Praktisch jede Tageszeitung machte am Dienstag mit der Ankunft des Royal Baby auf. Während die altehrwürdige „Times“ lediglich mit einem kurzen Bericht auf der Titelseite, einer Doppelseite weiter hinten und einer Geschichte in der Beilage das Thema bearbeitete, widmete das Boulevardblatt „Daily Mail“ die ersten 23 Seiten seiner Ausgabe dem „Baby Sussex“, wie der Sohn von Prinz Harry und seiner Gattin Meghan mangels Namensgebung vorerst genannt wird. Kein Zweifel: Die Briten möchten die kurze Zeit der royalen Babywonnen in Fülle auskosten, bevor das Brexit-Trauerspiel wieder die Nachrichten dominiert.

Harry und Meghan hatten ursprünglich eine Hausgeburt geplant. Nur unterstützt durch ein Team von Hebammen sollte Meghan im Frogmore Cottage niederkommen, dem neuen Zuhause des Paars nahe Schloss Windsor. Doch daraus wurde wohl nichts. Zum einen ist Meghan schon 37 Jahre alt, zum anderen war es ihre erste Geburt – da rieten die Ärzte ab. Und schließlich war das Kind auch noch fast eine Woche überfällig. „Meghans Hoffnungen auf eine Hausgeburt wurden enttäuscht“, meldeten am Dienstag mehrere Zeitungen, „als sie am Sonntag von Harry in ein Krankenhaus gebracht wurde.“ Man beruft sich dabei auf einen anonym bleibenden Insider.

Aber selbst der Name der Klinik ist nicht bekannt. Angeblich soll Meghan in der privaten Portland Klinik in London entbunden haben. Ein Sprecher des Krankenhauses wollte das allerdings weder dementieren noch bestätigen. Promis geben sich in der Klinik die Klinke in die Hand: Auch der Nachwuchs von Schauspieler Hugh Grant oder den ehemaligen „Spice Girls“-Mitgliedern kam dort zur Welt.

Kaum war das Baby da, strömten die Glückwünsche von allen Seiten. Natürlich gratulierten, wie sich das gehört, die Premierministerin, der Oppositionsführer, der Erzbischof von Canterbury und weitere Honoratioren. Aber auch die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, meldete sich bei Twitter zu Wort und gratulierte zum Sohn: „Barack und ich sind so begeistert für Euch beide und können es nicht abwarten, ihn zu treffen.“ Großvater Prinz Charles scherzte: „Es ist großartig, ein neues Enkelkind zu haben, aber ich weiß nicht, wie ich mit ihnen allen Schritt halten soll.“ Und auch Meghans Vater Thomas Markle gab ein Statement ab: „Ich wünsche dem Kind Gesundheit und Glück, und Gratulationen an meine reizende Tochter Herzogin Meghan und Prinz Harry.“ Er war, anders als seine Ex-Frau Doria Ragland, die schon seit mehr als einer Woche an der Seite ihrer Tochter weilte, nicht eingeladen worden. Zwischen ihm und Meghan, klagte er, habe sich „eine Mauer des Schweigens“ aufgetan. Markle hatte sich die Sympathien des Herzogspaars verscherzt, weil er mehrere als unpassend empfundene Interviews gegeben hatte.

Der Stammhalter teilt seinen Geburtstag mit George Clooney und hat dank seiner afro-amerikanischen Mutter neben der britischen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er hat noch keinen Namen, und das gibt den Briten Gelegenheit für eine ihrer liebsten Sünden: dem Wetten. Die Buchmacher, die dummerweise in der letzten Woche keine Wette mehr darauf annehmen wollten, dass das Baby ein Mädchen wird, können jetzt den Verlust wettmachen durch das Geschäft mit dem Jungennamen. Das Wettbüro William Hill hat zur Zeit Alexander als den Favoriten, gefolgt von Arthur und sogar Spencer – eine Verbeugung vor Diana, der verstorbenen Mutter von Harry, deren Familienname Spencer war.

Baby Sussex ist das erste Kind mit afroamerikanischen Wurzeln, das in die Königliche Familie hineingeboren wurde, und das macht es „besonders“, wie ein Leitartikel in der „Daily Mail“ hervorhob: Der Kleine „verkörpert die reiche Vielfalt des modernen Britanniens. Und er verstärkt die Relevanz der Monarchie in den sich rasch verschiebenden tektonischen Platten unseres multikulturellen Zeitalters.“

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