1. Panorama
  2. Adel

Herzogin Meghan gewinnt Verfahren im Brief-Streit mit "Mail on Sunday"

Rechtsstreit gegen Zeitungsverlag : Veröffentlichung eines Briefs von Meghan an ihren Vater war rechtswidrig

In dem Prozess ging es um die Verletzung der Privatsphäre der Herzogin von Sussex – und um die Frage, wie weit die Boulevardpresse eigentlich gehen darf. Das Urteil sei ein Sieg „für jeden, der jemals Angst hatte, für das Richtige einzutreten“, sagte die 40-Jährige.

Die Herzogin von Sussex hat den langjährigen Rechtsstreits gegen einen Zeitungsverlag wegen der Veröffentlichung von Teilen eines Briefes an ihren Vater gewonnen. Das Berufungsgericht in London lehnte am Donnerstag den Einspruch des Verlags gegen ein Urteil wegen Verletzung der Privatsphäre von Meghan ab und hielt damit an der Entscheidung des High Court vom Februar fest. Dieser hatte geurteilt, dass die Veröffentlichung des Briefs von Meghan an Thomas Markle rechtswidrig gewesen sei.

Die Berufung hatte der Verlag Associated Newspapers eingelegt, der die „Mail on Sunday“ herausgibt und die Website MailOnline betreibt. Der Zeitungsverlag argumentierte, die Korrespondenz zwischen Meghan und ihrem damaligen Kommunikationssekretär Jason Knauf zeige, dass die Herzogin geahnt habe, dass ihr Vater den Brief an Journalisten weitergeben könnte und ihn in diesem Sinne geschrieben habe.

Die 40-jährige Herzogin teilte mit, das Urteil sei „ein Sieg nicht nur für mich, sondern für jeden, der jemals Angst hatte, für das Richtige einzutreten“. Dieser Sieg sei zwar ein Präzedenzfall, aber das Wichtigste sei, “dass wir jetzt gemeinsam mutig genug sind, um eine Boulevardindustrie umzugestalten, die Menschen dazu bringt, grausam zu sein, und die von den Lügen und dem Schmerz profitiert, den sie verursachen“. Sie sei in den drei Jahren seit Beginn des Verfahrens „Täuschung, Einschüchterung und kalkulierten Angriffen“ ausgesetzt gewesen.

„Je länger sie es hinauszögerten, desto mehr konnten sie die Fakten verdrehen und die Öffentlichkeit manipulieren (sogar während des Berufungsverfahrens selbst), indem sie einen einfachen Fall außerordentlich verkomplizierten, um mehr Schlagzeilen zu erzeugen und mehr Zeitungen zu verkaufen - ein Modell, das das Chaos über die Wahrheit stellt“, sagte Herzogin Meghan.

(mcv/dpa)