Großbritannien: Steuerzahler müssen mehr für Monarchie zahlen

Kostenanstieg: Britische Steuerzahler müssen mehr für Monarchie zahlen

Die britische Monarchie kostet die Steuerzahler in diesem Jahr einige Millionen Pfund mehr. Die Kosten für Gehälter und Reisen sind gestiegen, außerdem wird der Buckingham-Palast renoviert.

Die Zahlen wurden am Donnerstag veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Gesamtkosten zum Teil wegen eines zehnjährigen Renovierungsprogramms für den Buckingham-Palast, der offiziellen Residenz der Königin in London, gestiegen sind. Die Steuersumme für die Bezahlung offizieller Pflichten des Königshauses und anderer Kosten stieg von 42,8 Millionen Pfund im vergangenen Finanzjahr auf 45,7 Millionen Pfund (rund 51,8 Millionen Euro) für das Finanzjahr, das am 31. März zu Ende ging.

Königshausbeauftragte teilten mit, die Kosten für Gehälter, Reisen und die Instandhaltung von Grundstücken hätten alle zugenommen. Die Reisekosten nahmen von 4,5 Millionen Pfund auf 4,7 Millionen zu. Die teuerste Reise war im Herbst eine von Prinz Charles und seiner Frau Camilla nach Indien, Malaysia, Brunei und Singapur. Diese kostete insgesamt etwa 362.000 Pfund. Charles hat auch häufig den königlichen Zug für offizielle Reisen innerhalb Großbritanniens verwendet. Jede der Zugreisen kostete etwa 20.000 Pfund.

  • Queen Elizabeth II. (Archiv).
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Die 92-jährige Elizabeth II. ist seit 1952 auf dem britischen Thron. Dem Finanzbericht zufolge absolvierte sie während des Finanzjahrs 154 offizielle Termine. Sie besuchte unter anderem Opfer des Anschlags in Manchester und nahm erstmals an einer Modenschau der London Fashion Week teil. Ihr 97-jähriger Mann Prinz Philip hatte 57 offizielle Auftritte, bevor er im Sommer in den Ruhestand wechselte. In dem Bericht heißt es, dass die Königin jedes Jahr Gastgeberin von 132.000 Personen bei Veranstaltungen im Buckingham-Palast sei. Dazu gehörten Gartenpartys und Empfänge.

Das britische Staatsoberhaupt war nach Angaben des Buckingham-Palasts am Donnerstag krank und sagte einen geplanten Besuch eines Gottesdiensts in der St.-Pauls-Kathedrale ab. Die Königin hatte in den vergangenen Wochen viele Termine, darunter Auftritte bei der Pferdeshow Royal Ascot.

(wer/AP/dpa)