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Historische Titelseiten - so beherrschte 9/11 die Rheinische Post

20. Jahrestag : Angriff auf den Westen

Die Ereignisse des 11. September 2001 haben sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit gebrannt. Das Thema beherrschte damalas auch die Rheinische Post.

Das Bild der brennenden Zwillingstürme nimmt fast die halbe Titelseite ein - für etwas anderes gibt es am 12. September 2001 keinen Platz. Schon jetzt titelt die Rheinische Post vom „Krieg gegen die Zivilisation“ und auch auf den folgenden Seiten zeigt sich die Zeitung dieses Tages recht monothematisch.

Auf insgesamt sechs Seiten und auch in der Wirtschaft wird der terroristische Angriff auf ein Wahrzeichen der westlichen Welt behandelt - mit einem Protokoll der Geschehnisse, Reportagen, Experteninterviews, Analysen und Reaktionen aus der ganzen Welt.

Eine Chronologie der Ereignisse am Tag der Anschläge, die das mächtigste Land der Welt traumatisierten:

  • 08.37 Uhr (14.37 Uhr MESZ): Die Flugsicherung von Boston alarmiert die militärische Luftraumüberwachung darüber, dass offenbar American Airlines Flug 11 von Boston nach Los Angeles entführt wurde.
  • 08.46 Uhr: Die Boeing 767 mit 92 Menschen an Bord schlägt im Nordturm des World Trade Centers ein. In der Fassade klafft ein riesiges Loch, die oberen Stockwerke gehen in Flammen auf. Viele Menschen sind eingeschlossen, hunderte Rettungskräfte eilen zu dem Gebäudekomplex im Süden Manhattans.
  • 09.03 Uhr: Eine zweite entführte Boeing 767 mit 65 Menschen an Bord - Flug 175 von United Airlines ebenfalls auf dem Weg von Boston nach Los Angeles - rast in den Südturm des World Trade Centers. Das Ereignis wird von Fernsehzuschauern rund um die Welt live verfolgt.
  • 09.05 Uhr: US-Präsident George W. Bush, der eine Grundschule in Sarasota im Bundesstaat Florida besucht, wird von seinem Stabschef Andrew Card darüber informiert, dass die USA "angegriffen" werden.
  • 09.25 Uhr: Die US-Luftfahrtbehörde FAA schließt den Luftraum des Landes und untersagt weitere Starts.
  • 09.30 Bush spricht beim Verlassen der Grundschule von einem "offenkundigen Terroranschlag".
  • 09.37 Uhr: Eine Boeing 757 von American Airlines, unterwegs mit 64 Menschen von Washington nach Los Angeles, stürzt in das Pentagon und bringt einen Teil des Westflügels des Verteidigungsministeriums zum Einsturz.
  • 09.42 Uhr: Die FAA ordnet an, dass alle Flugzeuge in der Luft auf dem nächstgelegenen Flughafen landen müssen. In Washington wird das Weiße Haus evakuiert.
  • 09.59 Uhr: Der Südturm des World Trade Centers stürzt in einer gigantischen Staubwolke in sich zusammen. Hunderte Menschen werden von den Trümmern verschüttet.
  • 10.03 Uhr: Eine entführte Boeing 757 von United Airlines mit 44 Menschen an Bord, die von New York nach San Francisco fliegen sollte, stürzt nahe Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania in ein Feld. Die Passagiere hatten von den Anschlägen erfahren und sich gegen die Flugzeugentführer aufgelehnt.
  • 10.28 Uhr: Auch der Nordturm des World Trade Centers stürzt ein. Über den Süden Manhattans legt sich eine dicke Schicht aus Schutt und Staub.
  • 13.50 Uhr: Der Bürgermeister von Washington, Anthony Williams, ruft für die US-Hauptstadt den Notstand aus.
  • 15.35 Uhr: Ein US-Regierungsvertreter erklärt, dass das Terrornetzwerk Al-Kaida von Osama bin Laden verdächtigt werde, hinter den Anschlägen zu stecken.
  • 20.30 Uhr: Der inzwischen ins Weiße Haus zurückgekehrte Bush wendet sich in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die US-Bevölkerung. Darin kündigt er ein hartes Vorgehen gegen die Terroristen und diejenigen an, die den Drahtziehern der Anschläge Unterschlupf gewährt haben.

(june/AFP)