Düsseldorf: 44 Verletzte bei Angriff auf Pizzeria

Düsseldorf: 44 Verletzte bei Angriff auf Pizzeria

Bei dem Vorfall in Düsseldorf soll es um Rocker und Schutzgeld gehen.

Als am vergangenen Donnerstag Tränengas in einer Pizzeria in der Düsseldorfer Altstadt versprüht wurde, hielt man das zunächst für Ausschreitungen feiernder Karnevalisten. Nach der Reizgas-Attacke, bei der 34 Altstadtbesucher und zehn Polizisten verletzt wurden, gibt es nun Vorwürfe, die die Tat möglicherweise in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Der Inhaber der Pizzeria berichtete, er sei kurz vor der Attacke von angeblich hochrangigen Mitgliedern der Düsseldorfer Hells Angels aufgefordert worden, sie zu 20 Prozent an den Umsätzen der vor wenigen Wochen eröffneten Pizzeria zu beteiligen. Als er das abgelehnt habe, sei es wenig später zu der Reizgas-Attacke gekommen. An die Scheibe der Pizzeria hat er nun ein Plakat geklebt, auf dem steht "Kein Schutzgeld, keine Pizza und Hausverbot für Hells Angels". Dass ein Wirt in der Altstadt derartig offensiv mit einer möglichen Schutzgelderpressung umgeht, ist in der Altstadt bisher noch nicht vorgekommen.

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"Wir bestätigen nicht, dass an der Attacke auf die Pizzeria Mitglieder der Hells Angels beteiligt waren", sagt Polizeisprecherin Anja Kynast. Es werden mögliche Zusammenhänge geprüft. Möglicherweise habe die Reizgas-Attacke auch ganz andere Hintergründe gehabt. Am Samstagabend sind der Polizei allerdings erneut Mitglieder der Hells Angels aufgefallen. Sie sollen sich auf der Mühlenstraße aufgehalten haben. Als sie von den Beamten erkannt wurden, erhielten sie einen Platzverweis und mussten nach Hause gehen. Auf der Straße betreibt der Besitzer der Pizzeria ein weiteres Lokal.

(RP)
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