Gelsenkirchen: 22 Kilo Eisbärchen-Glück

Gelsenkirchen: 22 Kilo Eisbärchen-Glück

Das supersüße Gelsenkirchener Eisbärenjunge Nanook tollt ab sofort auch draußen herum. Der Zoo hätte nichts gegen ein bisschen Starrummel und hat schon mal reichlich Plüschbären gekauft.

Vorsichtig schnuppert Nanook am Türrahmen, dann traut sich das Eisbären-Jungtier heraus und läuft der Mutter hinterher. Zunächst zaghaft, dann mutiger geht Nanook zum ersten Mal in ihrem Leben über Gras, schnuppert an einem alten Baumstamm, schleckt Wasser aus einer Pfütze. Erst vor gut vier Monaten ist sie im Gelsenkirchener Zoo zur Welt gekommen. Nun hat das Eisbär-Baby die Wurfhöhle zum ersten Mal verlassen - in Begleitung der Eisbärenmutter Lara. Ende November hatte sich das 13 Jahre alte Weibchen in den nur zwei mal drei Meter großen Raum zurückgezogen.

Aus den 500 Gramm bei der Geburt sind mittlerweile flauschige 22 Kilogramm geworden. Den Namen "Nanook" hat das Jungtier nach einer Online-Abstimmung bekommen. In der Sprache der Inuit bedeutet Nanook schlicht "Eisbär".

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Etwa zwei bis zweieinhalb Jahre bleibt Nanook noch bei ihrer Mutter. Dann wird im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms überlegt, in welchen Zoo sie kommt, erklärt der zoologische Leiter des Tierparks, Frank Ahrens. Nanooks Vater Bill lebt in der Anlage nebenan. Aus Sicherheitsgründen kommt die Kleine vermutlich erst nach zwei Jahren mit ihm zusammen. "In freier Natur kann es passieren, dass Jungtiere von erwachsenen Bullen getötet und gefressen werden", so der Zooleiter.

Dem Zoo zufolge wird der Schieber im Gehege in der ersten Zeit offenbleiben. So kann die Bärin entscheiden, ob sie sich mit ihrem Nachwuchs in den Stall zurückzieht oder draußen bleibt. Denn das Interesse wird sicherlich groß sein.

(dpa)
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