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21 Verletzte bei Zugunglück

21 Verletzte bei Zugunglück

Bad Lausick (dapd) Bei einem Zugunglück in der Nähe von Bad Lausick in Sachsen sind gestern Mittag sechs Menschen schwer und 15 leicht verletzt worden. Auf einem Bahnübergang hatte ein Regionalexpress, der auf der eingleisigen Strecke von Chemnitz nach Leipzig unterwegs war, ein Auto gerammt. Die Verletzten wurden am Nachmittag in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Zugführer sei unverletzt geblieben, habe aber einen Schock erlitten, sagte ein Bahnsprecher.

Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge gegen 13.10 Uhr an einem beschrankten Bahnübergang. Dort fuhr ein Kleintransporter auf ein an der Schranke wartendes Auto auf und schob dieses durch die Schranke auf die Gleise, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Auf den Schienen sei das Auto von dem Regionalzug erfasst worden. Der 64 Jahre alte Autofahrer erlitt einen Schock. Er soll noch rechtzeitig von dem 28 Jahre alten Transporterfahrer aus dem Wagen geholt worden sein. Durch den Zusammenstoß stürzte nach Angaben der Deutschen Bahn der erste Wagen des Zuges um. Zwei weitere entgleisten. In der Bahn befanden sich den Angaben zufolge etwa 60 bis 70 Fahrgäste. Die Bergung des Zuges sollte sich bis in die Nacht hinziehen.

Der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Geithain und Leipzig wurde den Angaben der Bahn zufolge eingestellt und ein Schienenersatzverkehr zwischen Belgershain und Bad Lausick eingerichtet. Wegen beschädigter Kabel am Unfallort fuhren auch zwischen Narsdorf und Belgershain keine Züge. Die eingleisige Strecke ist nach Bahnangaben mit bis zu 160 Stundenkilometern befahrbar.

Es ist nicht das erste Mal, dass es auf der Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz zu einem Bahnunfall gekommen ist. Bereits im Dezember 2009 war der hintere Triebwagen eines Regionalexpresses an einem Haltepunkt in der Nähe von Bad Lausick entgleist. Der Wagen geriet in Schieflage und fing Feuer. Zwei Fahrgäste erlitten damals einen Schock. Ein Jahr später verlor ein Regionalexpress bei Bad Lausick bei einem ungeplanten Abkopplungsmannöver ein Zugteil. Verletzt wurde niemand.

(RP)