Düsseldorf: Zugverspätungen durch Bahnarbeiten in Köln

Düsseldorf : Zugverspätungen durch Bahnarbeiten in Köln

Bahnpendler müssen sich in den kommenden vier Wochen in NRW auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Grund sind Gleisarbeiten an der Kölner Hohenzollernbrücke, die zu den zentralen Knotenpunkten des Bahnverkehrs zählt.

Viele Regionalbahnen fahren nur eingeschränkt oder werden umgeleitet. "Die Baustelle kann die Fahrpläne vom Münsterland bis zum Niederrhein durcheinanderbringen", fürchtet Lothar Ebbers vom Fahrgastverband Pro Bahn.

Ab Freitagabend werden zwei der sechs Gleise auf der Bogenbrücke, die in der Kaiserzeit errichtet wurde, saniert. Dabei sollen auch 14 Weichen in den Bahnhöfen Köln-Hauptbahnhof und Messe/Deutz ausgewechselt werden. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass rund 80 Prozent aller Fernverkehrszüge planmäßig rollen. So werden zahlreiche ICE-Züge über die beiden neueren S-Bahn-Gleise umgeleitet. Das hat zur Folge, das viele Züge während der Bauarbeiten an anderen Gleisen anhalten als sonst. Die ICE-Züge der Linie 42 (Dortmund-Köln-Mannheim-München) werden überwiegend über den Tiefbahnhof Deutz/Messe umgeleitet. Einzelne Züge der IC-Linie 32 (Berlin-Hannover-Köln-Stuttgart) werden in beiden Richtungen über die rechte Rheinseite geleitet. Dort entfallen die Haltepunkte Köln-Hauptbahnhof, Bonn-Hauptbahnhof sowie Andernach und Remagen.

Starke Nerven müssen aber wahrscheinlich Fahrgäste des RE 7 (Rhein-Münsterland-Express) mitbringen, der zwischen Münster und Krefeld eingesetzt wird. Dort müssen die Fahrgäste zwischen Opladen und Köln-Mülheim auf Schienenersatzverkehr und S-Bahnen umsteigen. Dadurch verlängert sich die Fahrzeit um rund 40 Minuten. Die Regionalbahnlinie 27 zwischen Koblenz und Mönchengladbach wird über die Südbrücke umgeleitet werden und kann Köln Hauptbahnhof und Messe/Deutz nicht anfahren.

Die Arbeiten dauern zunächst bis zum 7. April. Die Bahn investiert rund elf Millionen Euro. An Werktagen überqueren rund 1220 Züge den Rhein bei Köln über die Hohenzollernbrücke. Das Bauwerk gilt bislang nicht als sanierungsbedürftig.

(RP)
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