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Köln: War Reker-Attentäter ein V-Mann?

Köln : War Reker-Attentäter ein V-Mann?

Die verletzte Henriette Reker nahm in der Klinik ihr neues Amt als OB an.

Nach dem Messer-Attentat, bei dem sie am Hals schwer verletzt wurde, scheint Henriette Reker (58) gesundheitlich auf dem Weg der Besserung zu sein. Immerhin hat sie gestern die Wahl als neue Oberbürgermeisterin von Köln angenommen und damit signalisiert, dass sie bereit ist, sich den großen Herausforderungen zu stellen, die mit diesem Amt verbunden sind.

Im Wahlkampf war sie von CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern unterstützt worden. Ihr Team macht derzeit jedoch keine konkreten Angaben über ihren Gesundheitszustand. Dies geschehe auch auf Wunsch der Familie, sagte ihr Mitarbeiter Frederik Schorn unserer Redaktion. Reker war vor ihrem Wechsel auf den OB-Posten als Sozialdezernentin auch zuständig für die Flüchtlinge in Köln. Nach dem Anschlag vom Samstag hatte Rekers 94-jährige Mutter Gretel Martini dem "Express" gesagt, ihre Tochter habe eine "Kämpfernatur". Reker ist seit einigen Jahren mit dem australischen Golfprofi Perry Somers (55) verheiratet.

Der arbeitslose 44-jährige Attentäter, der jahrelang in der rechtsextremen Szene aktiv war, sitzt derzeit in der Kölner Justizvollzugsanstalt (JVA) "Klingelpütz" in Untersuchungshaft. Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe führt die Ermittlungen. Wohl auch deshalb hat der grüne Kölner Bundestagsabgeordnete Volker Beck eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, in der er unter anderem wissen will, ob Frank S. möglicherweise Verbindungen zum Verfassungsschutz hat und ein V-Mann gewesen ist.

Medienberichte, wonach seine Akte beim Kölner Arbeitsamt seit längerer Zeit unter Verschluss stünde, hatte eine Sprecherin der Behörde entschieden zurückgewiesen.

(csh/hüw)