VRR: Mehr Gewalt und Vandalismus

Sicherheitsbericht des VRR: Gewalt in Regionalzügen hat zugenommen

Der Ton in den Zügen wird rauer, das Verhalten respektloser. Das ist das Ergebnis des VRR-Sicherheitsberichts. Das Unternehmen will künftig mehr kontrollieren.

Gewalt, Beleidigungen und Vandalismus haben in den Zügen und an den Bahnhöfen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) zugenommen. Das geht aus dem nun veröffentlichten Sicherheitsbericht des Unternehmens hervor.

Im VRR-Sicherheitsbericht ist die Rede von einer „zunehmenden Verrohung im allgemeinen Umgang“ und „respektlosen Verhalten gegenüber dem Personal“. Mehr als 19.000 Vorfälle gab es im vergangenen Jahr in Regionalbahnen und S-Bahnen - insgesamt, darunter fallen auch Auseinandersetzungen zwischen Fahrgästen.

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Verglichen mit 2016 sind das rund 2000 Fälle mehr. Als Konsequenz soll es künftig mehr Schwerpunktkontrollen der Bundespolizei in Zügen und an Bahnhöfen geben. Außerdem sollen Zugbegleiter zu zweit arbeiten - der VRR will dazu die „Zugbegleitquote“ von 36 auf 46 Prozent erhöhen. Die Videoüberwachung soll außerdem ausgeweitet werden.

Auch bei der Deutsche Bahn haben die Delikte zugenommen - vor allem die Gewalt gegen das Zugpersonal. Bundesweit wurden bei der DB 2017 täglich bis zu sieben körperliche Angriffe auf Mitarbeiter bekannt.

(hsr)