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Düsseldorf: VRR hofft auf mehr Fahrgäste – trotz Preiserhöhung

Düsseldorf : VRR hofft auf mehr Fahrgäste – trotz Preiserhöhung

In den ersten drei Monaten dieses Jahres – also unmittelbar nach der letzten Preiserhöhung im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) – verzeichnete der VRR mehr Fahrgäste (0,7 Prozent) und mehr Einnahmen (2,9 Prozent). Der Spagat zwischen der Absicht, "mehr Geld reinzuholen" und dennoch "möglichst wenig Fahrgäste zu verprellen", wie ein Rheinbahn-Sprecher es formuliert, hat wieder einmal funktioniert. Der VRR-Verwaltungsrat will morgen die nächste Erhöhung zum 1. Januar beschließen und hofft sicherlich auf eine Wiederholung.

Frank Heidenreich, Chef der CDU-Fraktion beim VRR, erwartet, dass die Steigerung diesmal etwas geringer als zu Anfang dieses Jahres (3,9 Prozent) ausfallen wird. Oberstes Ziel des Verkehrsverbundes sei es, keine Fahrgäste zu verlieren. Für die Zukunft rechnet der Verkehrspolitiker mit einer weiteren Spreizung der Tarife zwischen Ballungsräumen und dem flachen Land. Für dieselbe Preisstufe erhalte der Fahrgast zum Beispiel in Düsseldorf ein vielfältiges Angebot an Bus-, U- oder Stadtbahnverbindungen, der Kunde auf dem Land hingegen müsse sich mit einem Bus pro Stunde begnügen. Zu Recht sage der VRR-Kunde im Ennepe-Ruhr-Kreis, dass er nicht mit den Kosten für Stadtbahntunnel in Düsseldorf belastet werden wolle.

In der Landeshauptstadt räumt die Rheinbahn ein, dass auch die kommende Preissteigerung deutlich über dem Anstieg der Lebenshaltungskosten liegt. Es gebe allerdings auch deutliche Qualitätsverbesserungen– etwa neue Busse oder verbesserte Informationstechnik.

(RP)