Top 10 Rheinland: Alte Pumpstation, Haan

Top 10 Rheinland : Alte Pumpstation, Haan

Dieses Bauwerk aus dem Jahr 1894 in Haan gehörte den Stadtwerken Wuppertal. Es war Teil eines Wassersystems, das Elberfeld seit 1879 mit dem Rhein verbindet. Um die Höhendifferenz von 166 Metern zu überwinden, wurde das Zwischenpumpwerk in Haan gebaut. Die Pumpentechnik in der mächtigen Halle sorgte dafür, dass das in Düsseldorf-Benrath aus Rheinuferfiltrat gewonnene Trinkwasser für den bergauf verlaufenden Transportweg nach Wuppertal-Elberfeld noch einmal gehörig Druck bekam. Die Pumpstation war bis Ende der 80er-Jahre in Betrieb. Dann fiel das Denkmal in den Dornröschenschlaf, diente hie und da als Location für besondere Kunstausstellungen. Als die Stadtwerke Wuppertal das Areal für Wohnbauzwecke verkaufen wollte, regte sich in Haan Widerstand. Nach langem Hin und Her wurde ein Kompromiss gefunden: Rings um die Pumpstation entstand ein modernes Wohngebiet. Das Industriedenkmal wurde von mehreren Ingenieurbüros saniert und als Betriebssitz eingerichtet; beheizt wird das Bauwerk mit einer Wärmepumpe und einem Eisspeicher, der im Winter Wärme und im Sommer Kälte für die Kühlung abgibt. Die Pumpenhalle ist nun immer wieder Schauplatz von Ausstellungen, Konzerten oder Tagungen.

<p>Dieses Bauwerk aus dem Jahr 1894 in Haan gehörte den Stadtwerken Wuppertal. Es war Teil eines Wassersystems, das Elberfeld seit 1879 mit dem Rhein verbindet. Um die Höhendifferenz von 166 Metern zu überwinden, wurde das Zwischenpumpwerk in Haan gebaut. Die Pumpentechnik in der mächtigen Halle sorgte dafür, dass das in Düsseldorf-Benrath aus Rheinuferfiltrat gewonnene Trinkwasser für den bergauf verlaufenden Transportweg nach Wuppertal-Elberfeld noch einmal gehörig Druck bekam. Die Pumpstation war bis Ende der 80er-Jahre in Betrieb. Dann fiel das Denkmal in den Dornröschenschlaf, diente hie und da als Location für besondere Kunstausstellungen. Als die Stadtwerke Wuppertal das Areal für Wohnbauzwecke verkaufen wollte, regte sich in Haan Widerstand. Nach langem Hin und Her wurde ein Kompromiss gefunden: Rings um die Pumpstation entstand ein modernes Wohngebiet. Das Industriedenkmal wurde von mehreren Ingenieurbüros saniert und als Betriebssitz eingerichtet; beheizt wird das Bauwerk mit einer Wärmepumpe und einem Eisspeicher, der im Winter Wärme und im Sommer Kälte für die Kühlung abgibt. Die Pumpenhalle ist nun immer wieder Schauplatz von Ausstellungen, Konzerten oder Tagungen.

Die alte Pumpstation, auf die an der Zufahrt von der Düsseldorfer Straße eine Rohrskulptur hinweist, zeigt, dass auch Industriedenkmäler modern und zeitgemäß genutzt werden kann.

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