Duisburg: Tierschutzbund kritisiert Delfinarien

Duisburg: Tierschutzbund kritisiert Delfinarien

Der Deutsche Tierschutzbund hat die Haltung von Delfinen in Zoos als nicht "artgerecht" bezeichnet und deren Verbot gefordert. "Mit dem Geld, das Bau und Unterhalt solcher Anlagen kostet, wäre eine Menge zum Schutz der Tiere in freier Wildbahn möglich", sagte der Präsident des Tierschutzbundes, Thomas Schröder. Er forderte die Betreiber der Zoos auf, künftig auf Nachzuchten oder Neuaufnahmen von Delfinen zu verzichten und alles dafür zu tun, die noch verbliebenen Tiere unter den möglichst besten Bedingungen unterzubringen.

"Auswildern ist für diese Tiere leider keine Option, da sie entweder schon zu lange in Gefangenschaft sind oder nie gelernt haben, sich selbst zu ernähren", erklärte Schröder. In dieser Woche war bekanntgeworden, dass im Duisburger Zoo in den vergangenen Jahren 19 von 26 geborenen Delfinen verendet sein sollen – viele in den ersten Lebensmonaten. Das hatte der Direktor des Nürnberger Tierparks am Mittwoch in einer Stellungnahme für den Bundestag zum Thema Delfinhaltung in Deutschland behauptet.

(csh)
Mehr von RP ONLINE