A52-Sperrung aufgehoben: Straßen.NRW: "Solche Projekte wird es wieder geben"

A52-Sperrung aufgehoben : Straßen.NRW: "Solche Projekte wird es wieder geben"

Die A52 ist wieder vollständig befahrbar. Mit dem Ende der Sperrung der Ruhrtalbrücke endet nicht nur das tägliche Leid vieler Pendler, sondern auch eine wahre Materialschlacht bei den Bauarbeiten. Trotz Kritik hat das Prinzip der Vollsperrung für Straßen.NRW Zukunft.

In den vergangenen Wochen wurden nicht nur die Fahrbahnübergänge der Ruhrtalbrücke erneuert, die dem Bauwerk Beweglichkeit bei unterschiedlichen Belastungen oder Temperaturen ermöglichen, sondern auch ein großer Teil der restlichen A52 in Richtung Düsseldorf saniert. Außerdem wurde im Kreuz Breitscheid an einer Aus- und Auffahrt gearbeitet und Dichtungsarbeiten durchgeführt.

Bei den Arbeiten wurden ingesamt 100.000 Tonnen Asphalt sowie 100 Kilometer weiße und 110 Kilometer gelbe Markierungen verbraucht. Zudem ersetzen die Arbeiter 30.000 Tonnen Beton durch modernen Asphalt. Im Durchschnitt waren laut Straßen.NRW täglich rund 100 Arbeiter auf der Baustelle von früh morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit im Einsatz.

Straßen.NRW wertet die Sperrung der A52 als Erfolg. "Technisch und fachlich ist alles gut gelaufen", so Sprecher Bernd Löchter. "Die Sanierung der Autobahn läuft zwar noch bis Ende November aber das Meiste haben wir während der Sperrung geschafft."

Zu Beginn der Arbeiten wurde die Planung heftig kritisiert. Die CDU im NRW-Landtag warf Verkehrsminister Michael Groschek eine chaotische Planung der Baustellen vor. Das hoch frequentierte Autobahnnetz eigne sich nicht für "verkehrspolitische Experimente", sagte Bernhard Schemmer, verkehrspolitischer Sprecher der CDU.

Löchter verteidigte am Montag noch einmal die Idee der Vollsperrung: "Solche Projekte wird es immer wieder geben. Wir denken, dass es ein probates Mittel ist, viele Arbeiten konzentriert während einer längeren Sperrung durchzuführen, anstatt an einer Autobahn immer mal wieder im Laufe von 18 Monaten zu bauen."

Autofahrer, die sich nach Aufhebung der Sperrung auf eine freie Fahrt freuen, müssen sich also noch etwas gedulden. Die A52 bekommt in den kommenden acht Wochen zwischen Mintarder Ruhrtalbrücke und der Anschlussstelle Essen noch einen neuen Standstreifen in Fahrtrichtung Essen. Außerdem werden im Mittelstreifen der Autobahn die Entwässerung erneuert und ein neues Schutzplankensystem eingebaut. Autofahrer müssten so weiterhin mit Verengungen und einspurigen Passagen rechnen.

Rund drei Monate lang war die A52 gesperrt - allerdings nur in Fahrtrichtung Essen. Die Autobahnbrücke diente als Einbahnstraße zwischen der Ruhrmetropole und Düsseldorf. Betroffen davon waren täglich etwa 40.000 Autofahrer - viele davon Pendler. Sie musste für den Weg zu Arbeit einen kilometerlangen Umweg über die A3 und die A40 in Kauf nehmen. Um den zusätzlichen Verkehrsstrom aufnehmen zu können, wurde sogar das Autobahnkreuz Kaiserberg in Duisburg umgebaut.

Die Planer hatten bereits im vergangenen Jahr die A40 vollständig gesperrt. Das nächste Großprojekt ist bereits in Arbeit - 2014 sollen mehrere Brücken der A59 in Duisburg saniert werden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: A52: Sperrung der Ruhrtalbrücke aufgehoben

(lnw)