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Xanten: Zapfenstreich im Kreuzgang

Xanten : Zapfenstreich im Kreuzgang

Die St.-Victor Bruderschaft suchte Schutz vor einem heftigen Regenguss.

Kurz und heftig war der Regenguss, der die Domstadt am Nachmittag erreichte. Es schien, als wäre dann Ruhe - aufatmen bei der St. Victor-Bruderschaft. Doch daraus wurde leider nichts, denn fast zeitgleich mit dem Beginn des Großen Zapfenstreichs öffnete der Himmel erneut seine Schleusen, die Verantwortlichen mussten dann schweren Herzens die Feierlichkeiten in den Kreuzgang des Domes verlegen.

Am Freitagabend startete das Wochenende des Schützenfestes der Xantener St. Victor-Bruderschaft. Auftakt war eine Messfeier im Dom, musikalisch mitgestaltet vom Musikverein aus Kalkar. Danach marschierten alle Kompanien bei noch angenehmer Witterung zum Marktplatz, wo das öffentliche Biwak stattfand. Kapitän Peter Bullmann und Vizekapitän Wolfgang Mehring waren da noch sicher, dass das Wetter mitspielt.

Tat es aber nicht. Kurzzeitig wurde noch abgewartet. "It´s raining men" der "Weather Girls" schallte dazu aus den Lautsprechern und sorgte immerhin für allgemeine Erheiterung. Schnell machten sich die fast 250 Aktiven auf, um den großen Zapfenstreich im Kreuzgang des St.- Viktor-Domes durchzuführen. Geschützt nahm die Formation Stellung in den Gängen auf und Oberst Norbert Bullmann konnte Probst Klaus Wittke den angetretenen Zapfenstreich melden.

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Mit dem großen Zapfenstreich wurde auch der scheidende König Dieter Neske verabschiedet. Leider konnten die vielen Zuschauer keine Marschformationen sehen und auch keine Fackelträger, prächtige Anblicke jedoch und vor allem aber brillante Klangdarbietungen der Musikerinnen und Musiker, zum Beispiel eine Adaption des Stücks "The Sound of Silence". Ehrfürchtige Stille herrschte, als behutsam die Trommeln einsetzen und das Stück seinem Namen alle Ehre macht.

Höhepunkt der Serenade bildete das von Peter Schenk gespielte Solo beim Stück "Der alte Dessauer". Dort zeigte sich auch, warum alle Instrumentalisten so dicht beieinanderstanden. Akzentgenaue Einsätze galt es zu beachten, die gut umgesetzt wurden.

Staunend zog eine Gruppe mit dem Nachtwächter vom Dom kommend durch den Kreuzgang. Mit dem so genannten Locken (es spielen nur Trommeln und Querpfeifen) des Spielmannszugs wurde das Protokoll weiter fortgeführt. Es erklang die Choralstrophe "Ich bete an die Macht der Liebe", nachdem dazu vorher das Kommando "Helm ab zum Gebet" erschallte.

Nach Abspielen der Nationalhymne meldete der Oberst Probst Wittke den großen Zapfenstreich ab. Die Anwesenden spendeten großen Beifall.

(kaho)