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Xanten: XBK-Männer in Strumpfhosen

Xanten : XBK-Männer in Strumpfhosen

Es geschah im Dezember 2005. In lustiger Jeckenstimmung auf dem Kameradschaftsabend des Xantener Blutwurst Komitees (XBK) kam Karin Romes und Maria Behr der Geistesblitz. Xanten fehlt ein Karnevalsballett! Viel besser gesagt, ein Männerballett. „Die Idee schlug auf helle Begeisterung“, scherzt Ballettmitglied „Tülle“ Tack und Wolfgang Meuring gesteht: „Überzeugt war ich da noch nicht.“ Maria Behr grinst. „Hier und da haben wir einige überreden müssen. Doch mittlerweile sind alle von sich überzeugt.“

Die ernste Phase begann

Angelehnt an das XBK entstand der Name „Flönsballett“. „Flöns kommt aus dem niederrheinischen Sprachgebrauch und bedeutet Blutwurst“, erklärt Maria Behr. Zu guter Letzt wagten die acht Xantener Männer Festus Krötz, Frank Joswig, „Tülle“ Tack, Christoph Romes, Joachim Behr, Bobo Voigt, Thomas Wartbichler und Wolfgang Meuring die Premiere. Nun begann die ernste Phase für das männliche Geschlecht.

Nach mühevoller Arbeit und mehreren Tanzeinheiten im Wohnzimmer präsentierten die beiden Trainerinnen Maria Behr und Karin Romes das Ergebnis. Eine Cheerleader-Choreographie für Männer. Zweimal die Woche zogen sich die acht Xantener ihre Tanzschuhe an und schwitzten im Vereinsheim des Bundesspielmannszugs fleißig zum Takt der Musik. „Wichtig ist, dass wir viel Spaß haben und das leckere Bier danach noch schmeckt“, grinst Thomas Wartbichler. Auch so manch ein Xantener wurde auf das „Flönsballett“ aufmerksam. So sponserte Wilfried Meyer Bademäntel für die Tänzer. Christoph Romes sprach zugleich seinen Freund und Wirt vom „Zum halben Stündchen“, Denis Mustajbasic, an. Der zweifelte keinen Moment an den Männern und spendierte T-Shirts.

Am Freitag der erste Auftritt

„Am 12. Januar haben wir unseren ersten öffentlichen Auftritt im halben Stündchen“, erzählt Wolfgang Meuring. „Das ist unsere Generalprobe, mit der wir uns auch bei Denis Mustajbasic bedanken wollen. Alle, die uns sehen wollen, können vorbeischauen.“ Leider hat das „Flönsballett“ einen Ausfall zu beklagen. „Tülle“ Tack ist verletzt und kann nur noch wehmütig zusehen. Doch die Vorbereitungen laufen weiter. Nächsten Mittwoch tanzen die Männer zum ersten Mal in voller Montur. Herbert Hillbig unterstützte aus dem Altersheim das „Flönsballett“ und nähte eigens alle Kostüme. Nun stellt sich für die sieben Männer nur noch ein schwerwiegendes Problem: Wie kommt „Mann“ in eine Strumpfhose?

(RP)