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Xanten: Xantens Grüne beantragen Freilauffläche für Hunde

Abstimmung im Stadtrat : Xantens Grüne beantragen Freilauffläche für Hunde

In manchen Städten gibt es extra Flächen, auf denen Hunde frei laufen dürfen, also ohne Leine. Die Grünen schlagen ein solches Gelände auch für Xanten vor. Die Verwaltung ist aus mehreren Gründen dagegen.

Die Grünen schlagen für Xanten eine umzäunte Fläche vor, auf der Hunde frei laufen dürfen. Im Stadtgebiet sei das Ausführen der Tiere überwiegend nur an der Leine erlaubt, schreibt die Ratsfraktion in ihrem Antrag an die Verwaltung. Aber es gebe viele Hundebesitzer in Xanten, die Einnahmen aus der Hundesteuer seien „nicht unerheblich“, die Tiere seien soziale Wesen, und die meisten hätten Spaß an Bewegung. Deshalb solle ein 4000 bis 7000 Quadratmeter großes Grundstück umzäunt und zur Freilauffläche gemacht werden.

Sie solle in der Stadtmitte oder an ihrer Peripherie liegen, damit auch Menschen, die nicht so mobil sind, die Fläche mit ihren Hunden erreichen könnten. Die Investitionskosten schätzen die Grünen auf bis zu 60.000 Euro, inklusive Schilder, Abfallbehälter und Kotbeutelhalter. Dabei orientieren sie sich an Flächen in anderen Städten.

Der Hauptausschuss berät am 30. September über den Antrag, der Stadtrat am 5. Oktober. Die Verwaltung spricht sich in ihrer Stellungnahme dagegen aus. In einer ländlich geprägten Kommune wie Xanten gebe es grundsätzlich ein ausreichendes Angebot an Bewegungsmöglichkeiten für Hunde. Die Stadt besitze auch kein geeignetes Grundstück für eine Freilauffläche. Sie habe beim Freizeitzentrum Xanten (FZX) nachgefragt.

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An der Nord- und Südsee wären zwei Flächen grundsätzlich geeignet. Aber erstens seien sie verpachtet. Durch eine Umnutzung würden Pachteinnahmen und der Status als Weideland verloren gehen. Zweitens lägen die Fläche in der Deichschutzzone, deshalb wäre eine deichaufsichtliche Genehmigung erforderlich. Hinzu kämen die Kosten. Ein Zaun mit einer Höhe von 1,20 Meter koste für ein 2000 Quadratmeter großes Grundstück voraussichtlich 20.000 Euro. Die Fläche müsse aber größer sein. Das Kreisveterinäramt empfehle etwa 5000 Quadratmeter. Entsprechend wäre „mit einer hohen fünfstelligen Belastung des Haushalts zu rechnen“.

(wer)