Xanten: Xantener Schülergruppe als „TV-Stars“ in Montenegro

Stiftsgymnasium : Xantener Schüler werden bei Montenegro-Austausch zu „TV-Stars“

15 Schüler des Stiftsgymnasiums waren für einige Tage zu Besuch in dem Balkan-Staat. Sie lernten Land und Leute kennen – und weckten das rege Interesse der Einheimischen.

(RP) Wer hätte gedacht, dass Xantens Schüler und Lehrer einmal gefragte TV-Gäste in Montenegro sein würden? Genau das passierte Anfang Oktober beim Schüleraustausch der Jahrgangsstufe 8 des Städtischen Stiftsgymnasiums, bei dem sich 15 Schüler, begleitet von Schulleiter Franz-Josef Klaßen und Lehrerin Kornelia van Stephaudt, auf die Reise in den Südosten Europas gemacht hatten. Gleich zweimal wurde die deutsche Gruppe vom montenegrinischen Fernsehen live interviewt. Dabei berichteten die Schüler von ihren Erlebnissen, den Ausflügen, der Kultur und dem Leben in ihrer Gastfamilie.

Nach ihrer Anreise wurden die Schüler an der Partnerschule, dem Gymnasium Slobodan Škerović, herzlich in Empfang genommen. Bereits hier spürten alle deutschen Gäste die Gastfreundschaft. „Der Austausch mit Montenegro besteht bereits seit sechs Jahren. In dieser Zeit sind viele Freundschaften geschlossen worden“, erklärt Klaßen. „Das Interesse der Montenegriner ist jedes Mal überwältigend. Die Tatsache, dass sogar das Fernsehen live über uns berichtet, unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts.“

An einem Familientag konnten dann Montenegro näher kennenlernen. Es wurde jedem schnell klar, warum das Land auch als „Perle an der Adria“ bezeichnet wird. Mit Stränden, Buchten, Bergen, Wäldern und Gebirgsseen ist es zu manchen Jahreszeiten möglich, innerhalb eines Tages Ski zu fahren und schwimmen zu gehen. Am Montagmorgen hieß es dann aber: Schule. Neben Unterricht und Projektarbeiten standen zahlreiche Aktivitäten auf dem Programm. So besichtigte die Gruppe eine Fabrik, die Milchprodukte herstellt. Zudem wurde eine Grundschule besucht. Bei einem „Deutschen Tag“ in Podgorica konnten schließlich bei einem Tanzworkshop die Hüften gelockert werden.

Ein weiterer Ausflugstag führte zunächst in die Lipa-Höhle, danach ging es nach Cetinje, dem Kulturzentrum Montenegros. Die Stadt ist der Amtssitz des montenegrinischen Präsidenten und war bis 1918 die Hauptstadt des Landes. Anschließend wurde die Stadt Kotor mit ihrer bezaubernden Altstadt besucht. Am Ende des Tages wurde noch Budva, eine der Metropolen Montenegros, besichtigt.

Bei Projektarbeit entwarfen die deutschen Schüler schließlich einen Reiseführer, der über die kulturellen Unterschiede von Deutschland und Montenegro und die bedeutendsten Städte Montenegros sowie deren Sehenswürdigkeiten informiert. Dieser wurde beim Abschiedsabend der gesamten Gruppe und den montenegrinischen Eltern vorgestellt. Im April können die geknüpften Kontakte dann vertieft werden. Dann werden die Xantener in die Gastgeberrolle schlüpfen und einige Gäste aus Montenegro empfangen.

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