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Xanten: Wellnes for Charity - Firmen spenden Einnahmen für Fluthilfe

„Wellness for Charity“ : Xantener Firmen spenden Einnahmen für Fluthilfe

Firmen aus Xanten und Umgebung bieten Ende August eine besondere Aktion an: Ihre Kunden können etwas für sich und gleichzeitig etwas für andere tun. Denn die Betriebe spenden die Einnahmen an die Opfer der Hochwasser-Katastrophe.

Mehr als ein Dutzend Firmen aus Xanten und Umgebung wollen Ende August die Einnahmen eines Tages für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz spenden. Daran beteiligen sich 14 Praxen, Studios und Salons aus der Wellness- und Beauty-Branche. Wenn am Samstag, 28. August, Kunden zu ihnen kommen, also zum Friseur, zur Fußpflege, zur Kosmetik, zur Massage, ins Solarium oder zum Yoga, gehen die Einnahmen an die Fluthilfe. Denn an diesem Tag arbeiteten die beteiligten Unternehmer und ihre Beschäftigten ehrenamtlich – damit möglichst viel Geld zur Unterstützung der Menschen in den betroffenen Gebieten zusammenkommt, erklärt Jasmin Theißen, Inhaberin von Xanthai Massagen an der Josef-Steiner-Straße.

Von ihr stammt die Idee für „Wellness for Charity“, sie organisiert den Spendentag am 28. August. Schon immer habe sie eine solche Hilfsaktion geplant, berichtete sie unserer Redaktion. Als sie die Bilder aus den Hochwasser-Gebieten sah, habe sie dann direkt angefangen, andere Unternehmerinnen und Unternehmer anzusprechen. Die Menschen in den betroffenen Orten hätten alles verloren und müssten noch lange unterstützt werden, sagte Theißen. Sie freut sich über die große Resonanz aus der Branche auf ihren Aufruf.

  • Die Xantener halfen bei den Aufräumarbeiten
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    10.000 Euro für „Gemeinsam helfen“ : Lions-Club Xanten unterstützt Flutopfer

Einige der beteiligten Firmen werben bereits für den Aktionstag. „Ihr könnt helfen, indem ihr Euch selbst an diesem Samstag etwas Gutes tut“, schreibt zum Beispiel Xantany Spa, der Fisch-Spa an der Marsstraße, auf seiner Facebookseite. „Ihr bucht Euch für diesen Tag ganz normal vorab durch Überweisung des Geldbetrages eine Leistung und das jeweilige Unternehmen verzichtet auf die Einnahme und spendet somit den kompletten Erlös an die Aktion ,Wellness for Charity – Spendenaktion für Flutopfer’.“ Ein Plakat mit allen beteiligten Salons, Praxen und Studios ist von Theißen vorbereitet worden. Die Firmen werden es in den nächsten Tagen aufhängen, um ihre Kunden auf den Aktionstag hinzuweisen. Dabei wurde Theißen von den Xantener Firmen HBS Druck und Eye2Eye unterstützt, die die Plakate für den Spendentag kostenlos herstellten.

Die Einnahmen werden die Unternehmer an die Spenden-Aktion „Gemeinsam helfen“ von Volksbank Niederrhein und Rheinischer Post überweisen. „Dadurch wissen wir, dass das Geld auch zu 100 Prozent direkt vor Ort ankommt“, erklärte Theißen. Die gesamte organisatorische Abwicklung übernimmt der Verein „Bewegen hilft“, das erleichtert ein schnelles und unbürokratisches Handeln. „Die Aktion von Jasmin Theißen finde ich richtig klasse“, sagte Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein, der vor vielen Jahren auch „Bewegen hilft“ ins Leben gerufen hat. „In so kurzer Zeit so viele Unternehmerinnen und Unternehmer zum Mitmachen zu bewegen, ist zudem ein starkes Signal gelebter Solidarität“, sagte Lohmann.

Der Spendentag Ende August soll keine einmalige Aktion bleiben. Theißen möchte ihn jedes Jahr machen und die Einnahmen jedes Mal denen zugute kommen lassen, die Unterstützung brauchen. „Die Einnahmen sollen dorthin gespendet werden, wo sie gerade gebraucht werden.“ Sie hofft, dass die Resonanz in der Branche so groß bleibt oder noch größer wird. Aber hätte sich niemand gemeldet, hätte sie es auch allein gemacht, sagte sie. Einfach, weil sie helfen wolle. „Es geht uns gut, wir können andere unterstützen.“

Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen hatten Mitte Juli in Rheinland-Pfalz und NRW eine Hochwasserkatastrophe ausgelöst. Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen regelrecht weggerissen oder verwüstet. Die Schäden an Häusern, Straßen, Brücken und Unternehmen werden auf zig Milliarden Euro geschätzt. Bislang wurden rund 190 Tote gezählt, mehrere Menschen gelten noch als vermisst.

(wer)