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Xanten: Weitere 1000 Kippen von Grünen-Politiker Eberhard Ritter eingesammelt

Forderung nach höherer Strafe : Weitere 1000 Kippen eingesammelt

Die Aufräumaktion in Xanten soll die Forderung nach höheren Strafen unterstreichen.

Der Grünen-Politiker Eberhard Ritter bekräftigt seine Forderung nach einer härteren Strafe für Raucher, die in Xanten ihre Zigarettenkippen auf die Straße oder in die Grünanlagen werfen. Am Wochenende habe er zusammen mit Helfern am Bahnhof rund 1000 Stummel aufgesammelt, berichtete der Stadtverordnete.

Ritter hat beim Stadtrat einen Antrag eingereicht, wonach das Wegwerfen von Kippen mit einem Bußgeld von 100 Euro bestraft werden soll. In Xanten drohen bisher eine Verwarnung und eine Strafe von bis zu 35 Euro. Die Debatte wird landesweit geführt, nachdem NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) den Kommunen ein Bußgeld von 100 Euro empfohlen hat. Nach Auskunft des Ordnungsamtes ist eine Verwarnung allerdings einfacher auszusprechen als ein Bußgeld, weil bei diesem eine Anhörung erforderlich ist und dadurch der bürokratische Aufwand steigt, um die Strafe durchzusetzen.

Es war bereits das zweite Mal, dass Ritter Zigarettenkippen in Xanten einsammelte. Vor zwei Wochen war er durch den Kurpark gegangen und hatte nach eigenen Angaben etwa 500 Stummel gefunden. Am Bahnhof kamen demnach doppelt so viele zusammen. Es hätten wohl noch mehr sein können: Die Bahngleise hätten er und seine Helfer nicht betreten, dort hätten noch deutlich mehr Kippen gelegen, teilte Ritter mit. Er vermutete, dass die Zigarettenreste von Menschen stammten, die auf ihren Zug oder Bus gewartet und nicht die Folgen für die Umwelt bedacht hätten, als sie ihren Glimmstängel wegwarfen.

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Es dauere mehrere Jahre, bis der Rest einer Zigarette verrottet sei. Solange könne der Stummel Chemikalien an die Umwelt abgeben. Vielleicht hätten die Raucher aber auch keine Möglichkeit gefunden, ihre Kippe in einen Mülleimer zu werfen. Am Bahnhof fehlten Aschenbecher. Ritter appellierte an die Stadt, das Problem zu beheben oder sich an die Deutsche Bahn zu wenden, weil sie für das Gelände zuständig ist.

(wer)