Ermittlungen gegen drei Männer Verdacht auf Brandstiftung in Unterkunft in Xanten

Xanten · In einer Unterkunft der Stadt Xanten sind zwei Männer festgenommen worden. Sie sollen zusammen mit einer dritten Person in dem Gebäude Pyrotechnik angezündet haben. Gegen sie wird wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt. Was bisher bekannt ist.

Vor Ort nahm die Polizei zwei deutsche Staatsangehörige fest (Symbolbild).

Vor Ort nahm die Polizei zwei deutsche Staatsangehörige fest (Symbolbild).

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts einer versuchten schweren Brandstiftung in Xanten. Wie sie am Freitagnachmittag mitteilten, sollen drei Männer am Donnerstagnachmittag in einer kommunalen Unterkunft für geflüchtete Menschen an der Bahnhofstraße Pyrotechnik angezündet haben. Zwei von ihnen wurden zunächst festgenommen, aber wieder freigelassen. Die Ermittlungen dauern an.

Die drei Männer seien keine Bewohner der Einrichtung, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. Es bestehe der Verdacht, dass durch sie „während eines gemeinsamen Treffens in der Waschküche der Unterbringungseinrichtung ein pyrotechnischer Gegenstand gezündet wurde“. Die Brandmeldeanlage habe ausgelöst, deshalb seien Polizei und Feuerwehr am Donnerstag gegen 15.10 Uhr zur Bahnhofstraße ausgerückt.

Vor Ort seien zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 18 und 19 Jahren festgenommen worden, berichtete die Polizei. Die beiden jungen Männer hätten augenscheinlich unter Alkohol- und vermutlich auch Betäubungsmitteleinfluss gestanden. Deshalb habe ein Arzt ihnen Blutproben entnommen. Ein weiterer Tatverdächtiger sei ermittelt worden. Es handle sich um einen somalischen Staatsangehörigen im Alter von 25 Jahren.

Das Gebäude habe noch nicht gebrannt, erklärte die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage. Niemand sei verletzt worden. Anhaltspunkte für einen politisch motivierten Hintergrund lägen nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht vor. Alle drei Personen seien wieder entlassen worden, nachdem erkennungsdienstliche Maßnahme durchgeführt worden seien.

(wer)