1. NRW
  2. Städte
  3. Xanten

Xanten: VdK kritisiert Nein zu zweitem Impfzentrum im Kreis Wesel

Corona-Impfungen im Kreis Wesel : Xantens VdK kritisiert Nein zu zweitem Impfzentrum

Der Kreis Wesel hatte sich für ein zweites Impfzentrum eingesetzt, aber die Landesregierung lehnt das ab. Der Xantener VdK kritisiert diese Entscheidung. Menschen würden dadurch vor „unzumutbare Belastungen“ gestellt, erklärt der Sozialverband.

Der Sozialverband VdK in Xanten hat enttäuscht darauf reagiert, dass sich die NRW-Landesregierung gegen ein zweites Impfzentrum im Kreis Wesel ausgesprochen hat. Gerade für ältere Menschen werde mit dieser Entscheidung eine weitere Hürde aufgebaut, kritisierte der Xantener VdK-Vorsitzende Volker Markus.

Je größer die Entfernung vom Wohnort zum Impfzentrum in Wesel sei, umso schwieriger sei die Anreise. Daran würden auch Rabatte für Taxifahrten nichts ändern. „Wir haben es bei der aktuellen Impfgruppe mit vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu tun, die nicht nur in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sondern auch mit Menschen, die sich eine Taxifahrt nach Wesel oft gar nicht leisten können“, erklärte Markus. Personen, die keine Familienmitglieder oder Freunde im unmittelbaren Umfeld hätten, seien angesichts der schlechten Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr gerade in den ländlichen Bereichen des Kreises „vor unzumutbare Belastungen“ gestellt. Die Politik mache es sich einfach, wenn sie immer mehr Aufgaben auf das Ehrenamt abschiebe, kritisierte der Xantener VdK-Vorsitzende.

  • Ludwig Krause, Porträt
    Kein zweites Impfzentrum im Kreis Kleve : Jetzt wissen wir, was das Land nicht will
  • Obwohl es am Eingang ein beheiztes
    Viele gehen wieder heim : Kreis Wesel lässt Senioren vor Impfzentrum in der Kälte bibbern
  • Wahlkampf im September: Laschet in Moers
    Kritik an Landrat Ingo Brohl : Politik fordert Alternativen zum zweiten Impfzentrum im Kreis Wesel

Das Impfzentrum für den Kreis Wesel ist in der Niederrheinhalle eingerichtet worden. Zunächst werden dort die Menschen über 80 Jahre geimpft. Landrat Ingo Brohl hatte sich für ein zweites Impfzentrum im Kreis eingesetzt. Aber die NRW-Landesregierung erteilte diesen Überlegungen eine Absage. Ein Impfzentrum pro Kreis und kreisfreier Stadt sei sinnvoll und effizient, „insbesondere vor dem Hintergrund der freien Kapazitäten der Impfzentren angesichts des derzeit nur begrenzt verfügbaren Impfstoffs“, sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei. Mancherorts bieten Vereine und Privatpersonen Fahrdienste an.

(wer)