Linus Riedel mit 91 Jahren gestorben Trauer um einen Xantener Kämpfer für Kinder

Xanten · Linus Riedel war Mitbegründer und 32 Jahre lang Leiter der ehemaligen Engelbert-Humperdinck-Förderschule. Nun ist der Pädagoge aus Leidenschaft mit 91 Jahren gestorben.

Linus Riedel an seinem 90. Geburtstag am 14. Juni 2021 (Archivfoto).

Linus Riedel an seinem 90. Geburtstag am 14. Juni 2021 (Archivfoto).

Foto: Armin Fischer (arfi)

Sein Name steht in Xanten für bahnbrechendes Engagement für Kinder: Linus Riedel war Mitbegründer und 32 Jahre lang Leiter der ehemaligen Engelbert-Humperdinck-Förderschule. Seine Arbeit gab vielen Kindern mit Förderbedarf erstmals Perspektive. Jetzt ist der Pädagoge aus Leidenschaft mit 91 Jahren gestorben.

Nach seinem ersten Staatsexamen wurde der in Breslau, Oberschlesien, geborene Linus Riedlel zunächst 1959 Volksschullehrer in Sonsbeck. Zwei Jahre später bekam er den Auftrag, in Xanten eine „Hilfsschule“ aufzubauen, in der man sich um beeinträchtigte Kinder kümmert.

Mit 20 Kindern zwischen sieben und elf Jahren – keines konnte lesen oder schreiben – fing Riedel an. 1967 wurde an der Johannes-Janßen-Straße der Grundstein für das moderne Förderzentrum gelegt, das er bis zu seiner Pension 1993 leitete.

Doch Linus Riedel engagierte sich ebenso in der Kolpingsfamilie, deren Vorsitzender er von 1982 bis 2000 war, und für den Kinderschutzbund, den er 1979 mitbegründet hat.

Die Begräbnisfeier findet am Freitag, 21. Oktober, um 14 Uhr im St.-Viktor-Dom in Xanten statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt am Freitag, 28. Oktober, um 14 Uhr im Ruheforst Coesfeld.

Die Familie bittet anstelle von Blumen und Kränzen im Sinne von Linus Riedel um eine Spende an die See-Not-Rettung Sea-Watch (IBAN: DE77 1002 0500 0002 0222 88; BIC: BFSWDE33BER).

(beaw)
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