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Xanten: Tim Schmitz regiert nun im Inseldorf Wardt

Xanten : 24-Jähriger regiert nun im Inseldorf Wardt

Der Vogel erwies sich als zäh, doch schließlich krönte sich Tim Schmitz zum König der St.-Willibrord-Schützen. Am Wochenende werden nun Schlagerparty und Krönungsball in Wardt gefeiert.

Die Wardter St.-Willibrord-Schützen konnten am vergangenen Wochenende alle Schießwettbewerbe erfolgreich absolvieren. Höhepunkt war das Königsschießen am Samstagabend: 79 Teilnehmer boten dem Publikum einen spannenden Kampf um Preise und Orden. Kurios war allerdings der Beginn. Schon bei der Abgabe der Ehrenschüsse fiel der Vogelkopf von der Stange. Bürgermeister Thomas Görtz errang mit seinem einzigen Schuss den „Johann-Willemsen-Gedächtnispreis“ (erster Preis), sehr viel später errang Rainer Lohschelder mit dem rechten Flügel den „Johannes-Pieper-Gedächtnispreis“ (zweiter Preis), gefolgt von Leon Weber (linker Flügel).

Doch der Rumpf musste trotz toller Treffer Span für Span mit der Armbrust heruntergeschält werden. Den buchstäblich letzten Rest traf schließlich um 23.39 Uhr Tim Schmitz. Der Jubel der Zuschauer war lautstark und andauernd. So konnte der Brudermeister erst deutlich nach Mitternacht das „Kleine Silber“ als Königszeichen überreichen. Der 24-jährige König, Landschaftsgärtner aus Wardt, erkor die Verwaltungsfachangestellte Bonnie Felka (27) aus Xanten zur Königin. Der stattliche Thron besteht neben dem Königspaar aus neun weiteren jungen Paaren: Matthias Bours und Isabella Hußmann, Jan-Philipp Hellmann und Regina Olfen, Samuel Hellmann und Alisa Haal, Henrik Hopmann und Sophie Angenendt, Robin Joosten und Dagmar Olfen, Kai Schmitz und Alina Teichmann, Daniel Venhoff und Emma Alders, Leon Weber und Jana Borninghoff sowie Louis Wolny und Anna-Maria Sturm.

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Bis weit in die Nacht wurde der glorreiche Königsschuss gefeiert. Damit endete das Regentenjahr von Michael Borninghoff, der eine Silberplatte für die Schützenkette spendete, die bildhaft an Wardt mit Nord- und Südsee erinnert. Zuvor hatten bereits die Preisschützen der Bruderschaft losgelegt. Die sechs Preise fielen an Johannes Schroers, Margret Willemsen, Sabine Kiwitz, Steffen Lanitz, Paul Angenendt und Rolf Schwarze.

Am Sonntag stand dann die Krönungsmesse im Vordergrund. Pater Jeremias segnete zu Beginn das große Königssilber und das Königpaar. Anschließend wurde König Tim Schmitz das Königssilber angelegt. Nach der Messe zog die Bruderschaft zum Ehrenmal, um dort einen Kranz niederzulegen. Auf dem Schützenplatz wurden nach dem Frühschoppen besondere Orden verliehen. Zu diesem Zweck war Bezirksbundesmeister Wolfgang Mehring ins Inseldorf gekommen und erläuterte die langjährigen Verdienste von Moni Sinsel, Martin Angenendt und Tim Schmitz, die jeweils mit dem Silbernen Verdienstorden ausgezeichnet wurden. Den Hohen Bruderschaftsorden erhielt Thomas Heck. Für 40 Jahre Mitgliedschaft im Tambourcorps wurden Ulrike Steevens und Tambourmajor Rainer Hußmann geehrt, für 20 Jahre Torsten Janßen. Bei wunderbarem Sonnenschein unterhielten abwechselnd und auch gemeinsam das Tambourcorps Wardt, das Blasmusikorchester Obermörmter und der Bundesspielmannzug St. Victor Xanten die Festbesucher.

Am Nachmittag standen dann die Kinder im Vordergrund. Während die einen die Angebote des Spielmobils nutzten, versuchten sich andere an der Armbrust – wie zuvor die Großen. Die Preise fielen letztlich an Gesa Hußmann, Jannik Schulze, Tim Schulze, Max Sinsel, Nico Janßen und Julius Angenendt. Dieser hatte auch im spannenden Schlusskampf die Nase vorn und ist nun Prinz der St.-Willibrord-Schützen.

Am kommenden Freitag geht es mit der Schlagerparty im Zelt an der Nordsee weiter. „Magic Sound“ wird den Gästen einheizen. Dennoch beginnt der Samstagmorgen darauf in Wardt früh: Ab sieben Uhr zieht das Tambourcorps durch das Dorf. Der Abend steht im Lichte von König und Thron. Vom Wohnsitz des Königs geht es zum Sportplatz, wo gegen 18.30 Uhr die Parade zu Ehren der Majestäten stattfindet. Anschließend geht’s erneut zum Zelt am Hafen, in dem der Krönungsball mit Livemusik der „Atomics“ gefeiert wird. Der Eintritt zur Schlagerparty und zum Krönungsball ist frei.

(RP)