Xanten: Stadt nutzt Sperrung der Göth-Schleuse für Sanierung der Straße

Bislicher Insel : Stadt nutzt Sperrung der Göth-Schleuse für Sanierung der Straße

Der Weg über die Göth-Schleuse ist seit Wochen gesperrt. Die Stadt Xanten will diese Gelegenheit für Bauarbeiten nutzen – damit Ausflügler und Anwohner keine zusätzlichen Einschränkungen hinnehmen müssen.

Die Gelegenheit ist günstig: Die Stadt nutzt die Straßensperrung auf der Bislicher Insel, um den Weg an der Göth-Schleuse wieder instand zu setzen. In den nächsten Wochen werden Baufirmen die Asphaltdecke reparieren, sagte Harald Rodiek, Leiter des städtischen Dienstleistungsbetriebs (DBX). Der Rat hat dafür 70.000 Euro genehmigt.

Seit Anfang Mai ist der Weg auf der Bislicher Insel gesperrt, weil die Göth-Schleuse saniert wird. Die Arbeiten liegen im Zeitplan und sollen bis Anfang Juli beendet sein, wie der zuständige Deichverband Duisburg-Xanten mitteilte. Während der Sperrung ist eine Umleitung ausgeschildert. Darüber ist auch das Naturforum auf der Bislicher Insel zu erreichen.

Der Weg über die Göth-Schleuse ist ein beliebter Radweg. Viele Ausflügler ärgern sich deshalb über die Sperrung. Um weitere Einschränkungen zu vermeiden, schlug der DBX vor, kurzfristig auch die Straße zu reparieren, weil sie in einem schlechten Zustand ist – damit der Weg später nicht noch einmal gesperrt werden muss. Wenn die Zeit der Sperrung genutzt werde, ergebe sich auch ein Kostenvorteil von rund 10.000 Euro, erklärte Rodiek den Ratsmitgliedern.

Allerdings hatte der DBX für die komplette Reparatur der Straße knapp 130.000 Euro veranschlagt. Dann wäre ein Großteil des Geldes aufgebraucht gewesen, das insgesamt in diesem Jahr für die Straßeninstandhaltung in der Stadt angesetzt ist. Deshalb schlug die CDU-Fraktion vor, zunächst nur ein Stück des Weges zu reparieren und die restlichen Arbeiten ins nächste Jahr zu verschieben. Dann soll der Weg halbseitig gesperrt werden.

Rodiek versicherte dem Rat, dass diese Lösung nachhaltig sei. SPD-Fraktionschef Olaf Finke befürwortete daraufhin den Kompromiss, genauso wie BBX-Ratsmitglied Matthias Voll: „Wir sollten das machen, von dem Weg profitieren nicht nur die Bürger, sondern auch die
Touristen.“

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