Xanten: Sportflugzeug überschlägt sich bei Notlandung

Insassen leicht verletzt : Sportflugzeug überschlägt sich bei Notlandung in Xanten

Ein Niederländer musste sein Sportflugzeug am Dienstagvormittag in Xanten notlanden. Dabei überschlug sich die Maschine. Die zwei Insassen wurden leicht verletzt.

Ein sonniger Vormittag am Niederrhein, kaum Wind, klare Sicht. Optimale Bedingungen für einen kleinen Ausflug – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch für zwei Niederländer Grund genug, sich mit ihrer einmotorigen Propellermaschine auf den Weg nach Osnabrück zu machen.

Am Morgen bereiten der 66-jährige Pilot und sein 73-jähriger Co-Pilot den Flieger vom Typ Atec Faeta 321 mit der Kennung PH-4C7 im niederländischen Ospel in der Nähe von Roermond auf den Flug ins Tecklenburger Land vor, steuern ab 8.21 Uhr zunächst den Flughafen Weeze an. Nach 21 Minuten Flugzeit landen sie dort sicher. So ist es auf der Internetseite Flightradar24, auf der sämtliche Bewegungen von Flugzeugen nachzuvollziehen sind, dokumentiert.

Wenig später starten sie zum zweiten Teil ihrer Etappe, nehmen Kurs auf Ostwestfalen. Doch gegen 11 Uhr, zwischen Sonsbeck und Xanten, gibt es dann plötzlich Probleme. Der Motor fällt aus – und um einen Flugplatz anzusteuern, reicht die Zeit nicht. „Der Pilot hat aus der Luft nach Möglichkeiten gesucht, eine sichere Notlandung durchzuführen und sich für ein Feld an der Gelderner Straße entschieden“, berichtet ein Polizeibeamter vor Ort. „Er hat das Feld für eine große Wiese gehalten.“

Doch diese entpuppt sich als landwirtschaftlich genutzter Acker, keine allzu geeignete Landefläche. Dennoch schafft es der Pilot zunächst, die Maschine sicher herunterzubringen. Dann allerdings verkantet sich das Bugrad in der Erde, das Flugzeug überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen. Zeugen, die auf der Gelderner Straße mit dem Auto unterwegs sind, beobachten das Geschehen und verständigen die Rettungskräfte. Diese müssen aber kaum tätig werden, beide Insassen sind mit einem größeren Schrecken davon gekommen. Mit leichten Verletzungen werden sie in ein Krankenhaus eingeliefert, das sie nach ambulanter Behandlung wieder verlassen können. Die Feuerwehr rückt wieder ab, die Polizei sichert das Wrack.

Das liegt auch rund eineinhalb Stunden nach der Notlandung noch auf dem Dach. Das Bugrad ist abgebrochen, ebenso wie der Propeller. Tiefe Furchen im Acker zeigen, dass die Maschine nach dem Aufsetzen noch gut 20 Meter zurücklegen konnte, bis es zum Überschlag kam. Neben dem eingedrückten Cockpit liegt der Sitz des Co-Piloten, aus dem Inneren dringt ein rhythmischer Piepton nach außen – die Batterien sind offenbar noch nicht abgeklemmt worden.

Über die Schadenshöhe konnten die Beamten noch keine Angaben machen. Unklar war am Mittag auch noch, wie das Wrack geborgen werden könne.

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