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Xanten: So entwickelt sich der Wohnungsmarkt

Mieten, Neubau, Preisbindung : So entwickelt sich Xantens Wohnungsmarkt

Auch in Xanten sind die Mieten deutlich höher als noch vor Jahren. In den vergangenen Jahren sind auch viele neue Wohnungen entstanden – aber die meisten werden von den Eigentümern selbst genutzt.

Die Mieten in Xanten sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, sie sind in der Stadt auch höher als in den benachbarten Kommunen. Das geht aus dem neuen Wohnungsmarktprofil der landeseigenen NRW Bank hervor. Er gibt eine Übersicht über die Entwicklung des Xantener Wohnungsmarktes. Die aktuellsten Daten sind von 2019. Neuere lagen nicht vor.

Anzahl der Wohnungen 2019 sind 148 Wohnungen in Xanten fertiggestellt worden. Elf Wohnungen gingen dem Markt verloren, sodass unterm Strich 110 dazugekommen sind. Insgesamt gab es 10.121 Wohnungen. Das waren 3,7 Prozent mehr als 2016 und 30,3 Prozent mehr als 2009, wie die NRW Bank schreibt. 69,9 Prozent der Wohnungen waren in Ein- und Zweifamilienhäusern, 26,2 Prozent in Mehrfamilienhäusern. Landesweit ist die Verteilung anders: In ganz NRW befinden sich 54,4 Prozent der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Eigentumsverhältnisse 68,4 Prozent der Wohnungen in Xanten gehörten Privatpersonen. Diese Angabe stammt aus dem Jahr 2011, in diesem Fall ist es die aktuellste Zahl. Wohnungseigentümergemeinschaften besaßen 20,3 Prozent. 6,6 Prozent gehörten der Kommune oder einem kommunalen Wohnungsunternehmen. Weitere Eigentümer waren Wohnungsunternehmen (2,2 Prozent), andere Unternehmen (1,3 Prozent) und Wohnungsgenossenschaften (0,3 Prozent). Wer in Xanten im Jahr 2019 eine Wohnung kaufte, musste im Durchschnitt 1630 Euro pro Quadratmeter bezahlen (Bestandswohnungen, kein Neubau). 61,5 Prozent der Wohnungen wurden von den Eigentümern selbst genutzt, 38,5 Prozent wurden vermietet. In ganz NRW wurden Wohnungen deutlich seltener von den Eigentümern bewohnt: Landesweit waren 58 Prozent vermietet.

Sozialwohnungen 2019 gab es in Xanten 414 geförderte Mietwohnungen. Das war ein Prozent mehr als 2016 und drei Prozent mehr als 2009. Diese Wohnungen wurden mit Fördermitteln geschaffen oder modernisiert, sie unterliegen deshalb für eine bestimmte Zeit einer Mietpreis- und Belegungsbindung. Für die Nutzung ist ein Wohnberechtigungsschein erforderlich. Nach Angaben der NRW Bank ist die Anzahl dieser Sozialwohnungen in Xanten zuletzt gleich geblieben. Bis 2030 prognostiziert sie aber einen deutlich Rückgang von über 400 auf unter 250. Grundlage sind die der NRW Bank bekannten Fristen über den Ablauf von Mietpreis- und Belegungsbindungen der bestehenden Wohnungen. Neu geförderte Wohnungen sind in der Prognose nicht enthalten und werden die beschriebenen Rückgänge „teilweise kompensieren“, schreibt die NRW Bank.

Mieten Für eine neu gebaute Wohnung wurde 2019 im Durchschnitt eine Miete von 8,96 Euro pro Quadratmeter verlangt. Seit 2016 sind die Mieten für Neubauwohnungen damit durchschnittlich um 3,4 Prozent pro Jahr gestiegen, seit 2009 sogar um 4,6 Prozent. Der Zuwachs bei Bestandswohnungen war etwas geringer. 2019 mussten für eine Wohnung, die wiedervermietet wurde, im Durchschnitt 6,96 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden. 2019 waren es 6,90 Euro gewesen. Die Mieten von Bestandswohnungen sind in Xanten seit 2016 um 3,1 Prozent pro Jahr gestiegen, seit 2009 um 2,6 Prozent, wie die NRW Bank schreibt. Demnach sind sie in Xanten höher als in der Umgebung, als in Wesel, Rheinberg, Alpen, Sonsbeck, Uedem, Kalkar und Rees, wo sie zwischen 6,00 und 6,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Dabei handelt es sich um Nettokaltmieten, zu denen Wohnungen im Internet angeboten werden. Diese Angebotsmieten spiegelten den Markttrend am besten wider, schreibt die NRW Bank.