1. NRW
  2. Städte
  3. Xanten

Xanten: Schüler helfen mit einer Spende Kleinbauern in Kenia

Hilfe für ökologischen Anbau : Xantener Schüler unterstützen Kleinbauern in Kenia

Eigentlich wollten sie nach Kenia reisen und dort Kleinbauern beim Anbau helfen. Aber wegen der Corona-Pandemie mussten vier Schüler des Xantener Stiftsgymnasiums ihre Pläne ändern. Sie fanden aber eine andere Möglichkeit, die Kleinbauer zu unterstützen.

Schüler des Stiftsgymnasiums in Xanten spenden 1500 Euro, um Bauern in Kenia damit zu helfen. Ursprünglich wollten sie mit dem Geld ein Auslandspraktikum in dem afrikanischen Land finanzieren. Aber wegen der Corona-Pandemie mussten sie den Aufenthalt streichen. Also hätten sie entschieden, den Betrag an die Limbua Foundation zu spenden, um die Menschen vor Ort zu unterstützen, erklärten Thyra Mattissen, Felix Klostermann, Indy und Thomas Voit. Die gemeinnützige Stiftung widmet sich der Bildung in ländlichen Regionen in Kenia.

Am Stiftsgymnasium bilden jedes Jahr mehrere Schüler ein Keniateam, das im Herbst für ein mehrwöchiges Auslandspraktikum in das afrikanische Land reist. Vor Ort unterstützen die Jugendlichen die Kleinbauern beim Anbau von Macadamia-Nüssen. Die Kosten des Auslandsaufenthalts erwirtschaften die Schüler selbst, zum Beispiel über den Verkauf von Waffeln oder durch Spenden.

Sie hätten sich sehr auf die Wochen in Kenia gefreut und seien enttäuscht, dass es nicht möglich sei, berichteten die Schüler. „Es wäre eine tolle Erfahrung geworden“, sagte Klostermann. Es sei aber nicht möglich, die Reise zu verschieben, da die Pandemie noch einige Zeit anhalten werde und sie im nächsten Jahr ihr Abitur machten. „Und vor Ort wird das Geld vermutlich dringend gebraucht.“

Die Spende soll dabei helfen, Fortbildungen für Kleinbauern im ökologischen Anbau zu finanzieren, erklärte Mike Margiciok (Limbua Foundation). Außerdem helfe die Stiftung dabei, Setzlinge günstiger zu bekommen. Er dankte den Schülern für ihren Einsatz. „Es ist eine Hilfe, die allen zugute kommt.“ Auch Schulleiter Franz-Josef Klaßen lobte die „großherzige Geste“ der Schüler.