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Xanten: Schneider spendet Masken für Flüchtlinge

Hilfe für Arbeitskreis Asyl in Corona-Krise : Früherer Flüchtling spendet Masken

Idris Omar bedankt sich für die Hilfe, die er selbst bekommen hatte.

Ein Schneider aus Goch hat dem Arbeitskreis Asyl mehr als 100 Stoff-Gesichts-Masken für Flüchtlinge in Xanten gespendet. Er und seine Familie waren vor Jahren selbst als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und hatten einige Zeit in der Stadt gelebt. Der Kontakt zum Arbeitskreis Asyl war seitdem geblieben. „Ich möchte mich für die Hilfe bedanken, die wir von Euch bekommen haben“, sagte Idris Omar, als er kurz vor Ostern die Masken an Felicitas Schuster-Instenberg und Barbara Kleinpaß vom Arbeitskreis Asyl übergab. Die Masken würden dringend benötigt, teilte der Arbeitskreis mit.

Idris Omar und seine Familie waren im Frühjahr 2015 aus Syrien geflohen und wurden damals zunächst Xanten zugewiesen, wo sie einige Zeit lebten, bis sie nach ihrer Anerkennung in Moers eine dauerhafte Bleibe fanden. Omar konnte bald danach in Goch eine kleine Schneiderei übernehmen, die er bis heute führt. Er ist von Beruf Schneider.

Die Stoff-Gesichts-Masken würden in diesen Tagen den Flüchtlingsberaterinnen der Diakonie und der Caritas übergeben, berichtete der Arbeitskreis Asyl weiter. Die Schutzausrüstung werde dann an die Flüchtlinge weitergegeben. Dabei werde ihnen auch erläutert, wie die Masken zu benutzen seien.

Damit ist der Bedarf an Masken für die Flüchtlinge in Xanten aber nicht gedeckt. Der Arbeitskreis Asyl sucht dringend Einziehgummis für die Herstellung weiterer Stoff-Gesichts-Masken, wie er berichtete. Wer Einziehgummis abgeben könne, könne diese nach telefonischer Rücksprache in den Briefkasten von Felicitas Schuster-Instenberg einwerfen, Tel. 02801 982746.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht im Tragen selbstgenähter Mund- und Nasenbedeckung einen von vielen Bausteinen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Da sich Symptome erst zwei bis drei Tagen nach einer Ansteckung zeigten, sei die Chance größer, dass mit der Bedeckung von Mund und Nase weniger Viren in die Umgebung geschleudert würden – allerdings nur, wenn die Abstands- und Hygieneregeln streng eingehalten würden, erklärt das RKI.

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(RP)