Xanten: Sandlawine kann Radfahrer an Römerstraße gefährden

Xanten: Sandlawine ist eine Gefahr für Radfahrer

Barbara Boßmann warnt davor, dass die Römerstraße bei Starkregen rutschig wird. Der DBX sieht Handlungsbedarf.

Bei einem richtigen Schauer oder gar bei Dauerregen gibt es kein Halten mehr. Dann läuft nicht nur das Wasser vom Hügel über den Wirtschaftsweg runter bis zur querverlaufenden Römerstraße. Die Wassermassen reißen vielmehr aus dem Wald Sand und Erdreich mit bis zur Einmündung. Für Radfahrer eine erhebliche Gefahrenquelle, warnte Barbara Boßmann schon beim letzten Bürgerforum. Die Radler können in der scharfen Abbiegung auf dem glitschigen Untergrund schnell ins Rutschen geraten und stürzen. Bei einem Ortstermin mit ihr sah sich auch der Leiter des Dienstleistungsbetriebs Xanten, Harald Rodiek, die Situation an. Sein Fazit hinterher: Es muss etwas geschehen.

Von ihrem Steenbrukshof aus, der an der Römerstraße zwischen Birten und Veen genau an der Einmündung des Wirtschaftswegs liegt, hat Barbara Boßmann einen guten Überblick und schon so manchen Beinaheunfall erlebt. Früher hat sie den Schlamm auf der Straße selbst weg gekehrt, wenn nicht sofort nach einem kräftigen Regenguss Mitarbeiter der Stadt kommen konnten. „Die Gefahr hier wird total unterschätzt“, sagt sie. „Am Bahnübergang ist man auf eine mögliche Gefährdung eingestellt. Hier aber nicht.“

Der Wirtschaftsweg ist das Ende eines Waldwegs, den viele Radfahrer, vor allem Mountainbiker nutzen, um sich im Grünen auszutoben. „Die fahren hier oft zügig und schnell runter“, erzählt sie. „Dass da jetzt eine Barriere quer über dem Weg steht, interessiert sie nicht.“ Die rot-weiße Sperre ist leicht zu umfahren, oben auf der Anhöhe ist eine ähnliche Sperre gar beiseite geschoben. Radspuren deuten auf eine rege Nutzung des Weges hin, der zwischendurch auch abzweigt, um als Pfad im grünen Nirgendwo zu verschwinden. Ein Paradies für jeden Mountainbiker.

Wenn da nicht der Schlamm wäre, der bei Regen abwärts geschwemmt wird. Die Kraft des Wassers wird schon auf dem Weg deutlich, wo es teilweise eine tiefere Rinne in den Weg gefräst hat. „Man kann sich gar nicht vorstellen, was hier für Massen herunter strömen“, berichtet Barbara Boßmann. Auf halber Strecke ist zwar seit 2014 ein Gitterrost ins Erdreich eingelassen, um das Wasser unterirdisch zur Seite hin abzuleiten. Aber der Abfluss ist wohl verstopft.

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DBX-Mann Rodiek hat sich die gesamte Strecke der Wasserführung angesehen. „Ich war über die Situation vor Ort doch sehr erstaunt“, sagt er auf Anfrage, „und werde nun mit dem Straßenbaulastträger, mit Ordnungsamt, Stadtplanung und so weiter Kontakt aufnehmen und Vorschläge zur Veränderung der Wasserführung machen.“ Er geht schon jetzt davon aus, dass am Ende der DBX bauliche Veränderungen vornehmen wird.

Die Einmündung ist aber nicht nur wegen des teilweise sehr feinen Sandes gefährlich. Wer vom Hügel sein Rad bergab rollen lässt, ist von der Römerstraße aus nicht gut zu sehen. Dann kann schnell ein Unfall geschehen, besonders wenn Kraftfahrzeuge schnell unterwegs sind und dazu die Fahrer nicht auf die Verkehrsführung achten. Eigentlich ist hier Tempo 30 erlaubt. Doch manchmal werde auch deutlich schneller gefahren, sagt Barbara Boßmann.

Dazu kommt noch, dass manche Hauseinfahrten nur schlecht einsehbar sind. Früher sei es eher ein Feldweg gewesen, nun ist die ausgebaute Straße für viele die direkte Verbindung zwischen Birten und Veen Richtung Autobahn. Boßmann bittet alle Nutzer darum, vom Gas runter zu gehen und langsamer zu fahren.

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